Tausende Pendler müssen nach wie vor Umwege fahren, aber die Vollsperrung der Autobahn 57 neigt sich dem Ende. Am Montag wurde mit einer provisorischen Brücke die durch ein Feuer entstandene Lücke in der Autobahn geschlossen.

Bau einer Ersatzbrücke der A57 - Lückenschluss
Ein Brückenträger wird am Montag an der Baustelle einer Ersatzbrücke der A 57 bei Dormagen über die Lücke geschoben.

Ein Brückenträger wird am Montag an der Baustelle einer Ersatzbrücke der A 57 bei Dormagen über die Lücke geschoben.

Henning Kaiser

Ein Brückenträger wird am Montag an der Baustelle einer Ersatzbrücke der A 57 bei Dormagen über die Lücke geschoben.

Dormagen (dpa).- Die erste von zwei Behelfsbrücken schließt seit Montag die durch ein verheerendes Feuer entstandene Lücke in der Autobahn 57. Die Brücke müsse noch fertig montiert werden und eine Fahrbahndecke erhalten, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW in Gelsenkirchen. Die seit dem Brand Mitte Februar voll gesperrte Autobahn soll bis Ostern wieder befahrbar sein.

Die provisorische Brücke wurde in Fahrtrichtung Köln in die Lücke geschoben, die durch den Abriss der total zerstörten alten Brücke entstanden war. Sie soll bis zu einem Neubau in ein paar Jahren stehen bleiben. So lange gilt an der Stelle allerdings Tempo 60. Durch den Brandqualm war es auf der A 57 zu einer tödlichen Massenkarambolage gekommen. Die Polizei konnte den Brandstifter bislang trotz erheblichen Ermittlungsaufwands nicht dingfest machen.

Die Behelfsbrücke wurde 1959 entwickelt. Bundesweit werden zehn solcher Brücken für den Ernstfall in Lagern bereit gehalten. Die am Montag eingeschobene Stahlkonstruktion ist 73 Meter lang und 244 Tonnen schwer. Sie wird später von 10 000 Schrauben gehalten.

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