Ein Fehler der Fahrdienstleitung soll Ursache des schweren Zugunglücks in Meerbusch gewesen sein. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf Ermittlerkreise.

Zugunglück in Meerbusch
Die Rettung der Verletzten dauerte Stunden.

Die Rettung der Verletzten dauerte Stunden.

David Young

Die Rettung der Verletzten dauerte Stunden.

Meerbusch. Ein Fehler der Fahrdienstleitung soll Ursache des schweren Zugunglücks in Meerbusch gewesen sein. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf Ermittlerkreise. Laut den Recherchen soll der Regionalexpress ein falsches Signal bekommen haben. Demnach soll der Fahrdienstleiter das falsche Signal gegeben haben.

Am Dienstagabend war ein Regionalzug der Linie RE7 bei Meerbusch auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. Bei dem Unfall sind laut Bundespolizei 50 Menschen verletzt worden, neun von ihnen schwer. Insgesamt hatten sich 173 Menschen in dem Zug von Krefeld nach Köln befunden.

Sie mussten am späten Dienstagabend zwei Stunden ausharren, weil die entgleisten Güterwaggons eine Oberleitung herabgerissen hatten und so mit bis zu 15 000 Volt Hochspannung eine tödliche Gefahr lauerte, die erst durch die Erdung des Fahrdrahts beseitigt werden musste.

Am Mittwoch haben neben den Aufräumarbeiten auch die Ermittlungen zu dem Unfall begonnen. Die betroffene Strecke wird auch nach Abtransport der verunglückten Züge wohl noch tagelang gesperrt bleiben - hier müssen zunächst die Gleise in Augenschein genommen werden.

Durch die Streckensperrung kommt es auch zu Änderungen im regionalen Zugverkehr. So müssen Pendler teils auf Schienenersatzverkehr ausweichen.

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