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WZ-Leserin Andrea Müller hat uns dieses Foto eines Riesenseeadlers zur Verfügung gestellt. Ob es allerdings den vermissten Krümel zeigt, konnte sie nicht mit Gewissheit sagen.

WZ-Leserin Andrea Müller hat uns dieses Foto eines Riesenseeadlers zur Verfügung gestellt. Ob es allerdings den vermissten Krümel zeigt, konnte sie nicht mit Gewissheit sagen.

Andrea Müller

WZ-Leserin Andrea Müller hat uns dieses Foto eines Riesenseeadlers zur Verfügung gestellt. Ob es allerdings den vermissten Krümel zeigt, konnte sie nicht mit Gewissheit sagen.

Eine ungewöhnliche Vermisstenmeldung erreichte die Kollegen des Remscheider General-Anzeigers am Freitagnachmittag: Gesucht wurde ein Riesenseeadler, der eigentlich in der Falknerei Bergisch Land in der Ortschaft Grüne zu Hause ist. Dort war er nach Angaben von Betreiber Carsten Schossow vor etwa einer Woche ausgebüxt. „Seitdem ist er zwar schon mehrfach gesichtet worden. Immer als wir am betreffenden Ort ankamen, war er jedoch schon weitergeflogen“, erzählt Schossow noch am Freitag. In einem Umkreis von rund 130 Kilometern hätten sie schon nach Krümel gesucht. Am Samstagmittag kam es dann zum Happy End: "Krümel" kreiste wieder über seinem Revier und konnte von den Falknern mit Leckerchen eingefangen werden.

Der Riesenseeadler hatte eine große Odyssee hinter sich: Unter anderem im Morsbachtal war der Riesenseeadler und auch an der Remscheider Straße in Lüttringhausen hatten Passanten das Tier in den letzten Tagen gesichtet. Freitagnachmittag meldete eine Anruferin in der Falknerei, dass sie Krümel in Barmen gesehen hätte. "Seit Freitag haben wir nun einige glaubhafte Hinweise erhalten", erzählt Carsten Schossow noch am Samstagmorgen der WZ auf Nachfrage. Der RGA hatte zunächst berichtet, der ausgebüxte Vogel hieße Grobi, Schossow klärte auf: Nein, das sei eine Verwechselung. Einen Vogel namens Grobi gebe es in seiner Falknerei auch, dessen Freiheitsdrang ist aber offenbar weniger groß als der von Krümel.

Zur Grüne
Foto: Archiv

Carsten Schossow von der Falknerei Bergisch Land sucht nach seinem Riesenseeadler "Krümel.

Allzu große Sorgen um den ausgerissenen Greifvogel musste sich aber niemand machen, sagt Carsten Schossow. Adler seien widerstandsfähige Tiere. Sie finden sich zurecht. Schon einmal war ein Vogel aus der Falknerei ausgebüxt. Damals war es ein Weißkopfseeadler - das Symboltier der U.S.A.  Und der war ein ziemlich entspannter Genosse: Ihn konnte man an einem Sportplatz in Beyenburg abholen, dort hatte er bei laufendem Trainingsbetrieb ganz ruhig auf der Latte des Tores gesessen. Nachdem er von Schossow aufgeholt worden war, konnte man dann an herausgewürgten Knochen erkennen, dass er auch nicht hatte Hunger leiden müssen. Reste eines Hähnchens in einer Imbissbude hatten ihm offenbar gut geschmeckt.

Nun freuen sich die Schossows über die Rückkehr des ausgerissenen Krümel. 

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