Ein Gymnasium in NRW hat Burkinis bestellt, die bei Bedarf an muslimische Schüler verteilt werden sollen. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer kritisiert das.

Eine Schule hat Burkinis bestellt, die bis auf Gesicht, Hände und Füße alle Körperteile bedecken.
Eine Schule hat Burkinis bestellt, die bis auf Gesicht, Hände und Füße alle Körperteile bedecken.

Eine Schule hat Burkinis bestellt, die bis auf Gesicht, Hände und Füße alle Körperteile bedecken.

Rolf Haid

Eine Schule hat Burkinis bestellt, die bis auf Gesicht, Hände und Füße alle Körperteile bedecken.

Herne. Mit der Anschaffung von Leih-Burkinis für muslimische Schülerinnen hat sich ein Gymnasium aus Herne die Kritik von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) zugezogen. Zu den Aufgaben von eigenverantwortlichen Schulen gehöre es zwar, auf Herausforderungen «lebenspraktisch» zu regieren.

«Aber die Beschaffung von Burkinis gehört nicht zu den Grundaufgaben einer Schule», sagte Gebauer am Dienstag in Düsseldorf. Das Pestalozzi-Gymnasium in Herne hat einem Bericht der «WAZ» zufolge 20 der Kleidungsstücke, die bis auf Gesicht, Hände und Füße alle Körperteile bedecken, im Ausland bestellt. Sie werden kostenlos an muslimische Schülerinnen verliehen. Damit «hat keiner mehr eine Ausrede, nicht am Unterricht teilzunehmen», sagte Schulleiter Volker Gößling der Zeitung.

«Bei uns soll jeder Schwimmen lernen und dafür schaffe ich die Bedingungen.» Das Geld für die Burkinis stammt dem Bericht zufolge unter anderem aus einen schulinternen Spendenlauf für Flüchtlinge. Schulministerin Gebauer verwies darauf, dass die Schulpflicht sich auch auf den Schwimmunterricht erstrecke. «Es ist juristisch eindeutig geklärt, dass auch muslimische Schülerinnen dieser Verpflichtung nachkommen müssen.» Einen Anspruch auf geschlechtergetrennten Schwimmunterricht gebe es nicht. dpa

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