Experten nehmen heute im Landtag Stellung zur Elektroschockpistole. CDU und FDP wollen einen Testlauf, auch die SPD signalisiert Offenheit.
Spezialkräfte simulieren den Einsatz des Tasers bei einem Amoklauf: Die Projektile schießen an Drähten mehrere Meter weit auf den Angreifer, der Strom setzt ihn außer Gefecht. Archiv

Spezialkräfte simulieren den Einsatz des Tasers bei einem Amoklauf: Die Projektile schießen an Drähten mehrere Meter weit auf den Angreifer, der Strom setzt ihn außer Gefecht. Archiv

dpa

Spezialkräfte simulieren den Einsatz des Tasers bei einem Amoklauf: Die Projektile schießen an Drähten mehrere Meter weit auf den Angreifer, der Strom setzt ihn außer Gefecht. Archiv

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälische Polizei soll ab Ende Oktober Elektroschock-Pistolen testen. Das geht aus einer Antwort des NRW-Innenministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor. Im Koalitionsvertrag hatten sich FDP und CDU auf einen Test der sogenannten Taser geeinigt. Die Grundlage für eine flächendeckende Einführung soll das geplante und umstrittene neue Polizeigesetz schaffen, das nach der Sommerpause verabschiedet werden soll.

Für die Erprobungsphase sei ein Doppelschussgerät gekauft worden, teilte das Ministerium mit. Die Testphase werde etwa 32 000 Euro kosten. Die Elektroschock-Pistolen setzen den Getroffenen aus einer Distanz von mehreren Metern für mehrere Sekunden außer Gefecht.

Aus der Waffe werden dafür zwei kleine Pfeile an Drähten abgeschossen. Sie erzeugen einen Stromkreislauf und die Muskeln werden dadurch kurzzeitig blockiert. Sie funktionieren aber nicht immer: etwa wenn die Elektroden die Kleidung des Angreifers nicht durchdringen.

Die gesundheitlichen Risiken dürften nicht einfach ignoriert werden, kritisierte die innenpolitische Sprecherin der Grünen, Verena Schäffer. Die Grünen lehnen eine Einführung der Taser für den Streifendienst ab. Spezialeinheiten setzen die Waffen schon länger ein. dpa

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