Im Prozess um die tödlichen Misshandlungen von Höxter geht es jetzt um die Einschätzungen der Psychiater. Nach vorläufigen Gutachten sind beide Angeklagten schuldfähig.

Mordprozess Höxter
Das Wohnhaus des beschuldigten Ehepaares in Höxter-Bosseborn. Foto: Jonas Güttler/Archiv

Das Wohnhaus des beschuldigten Ehepaares in Höxter-Bosseborn. Foto: Jonas Güttler/Archiv

dpa

Das Wohnhaus des beschuldigten Ehepaares in Höxter-Bosseborn. Foto: Jonas Güttler/Archiv

Paderborn. Mit der Aussage der psychiatrischen Gutachter setzt das Landgericht Paderborn am Dienstag (9 Uhr) den Prozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter fort. Zum voraussichtlichen Abschluss der Beweisaufnahme wird zuerst Gutachter Michael Osterheider zu Wilfried W. aussagen. Der 47-Jährige ist neben der 48-Jährigen Angelika W. angeklagt wegen Mordes durch Unterlassen. Nach vorläufigen Gutachten sind beide Angeklagten schuldfähig.

Die Angeklagten sollen über Jahre hinweg mehrere Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der Quälereien. Osterheider ist Professor für Forensische Psychiatrie an der Uni Regensburg.

Anfänglich hatte sich Wilfried W. zum Prozessstart im Oktober 2016 geweigert, mit dem Experten zu sprechen. Diese Haltung hatte er aber im weiteren Verlauf und nach einer eigenen Aussage aufgegeben.

Ob für die Befragung Osterheiders der 33. Prozesstag ausreicht, ist noch offen. Weitere Termine hat das Landgericht Paderborn noch bis Weihnachten angesetzt. Mit einem Urteil wird erst 2018 gerechnet. dpa

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer