Rainer Maria Kardinal Woelki
Kardinal Rainer Maria Woelki wollte den Abschlussbericht über sexuellen Missbrauch an einem bischöflichen Internat in Bad Münstereifel vorstellen. Die Verstanstaltung wurde nun abgesagt.

Kardinal Rainer Maria Woelki wollte den Abschlussbericht über sexuellen Missbrauch an einem bischöflichen Internat in Bad Münstereifel vorstellen. Die Verstanstaltung wurde nun abgesagt.

Maja Hitij

Kardinal Rainer Maria Woelki wollte den Abschlussbericht über sexuellen Missbrauch an einem bischöflichen Internat in Bad Münstereifel vorstellen. Die Verstanstaltung wurde nun abgesagt.

Köln. Nach Drohanrufen ist eine Informationsveranstaltung über sexuellen Missbrauch an einem bischöflichen Internat in Bad Münstereifel abgesagt worden. Die Veranstaltung sollte am Mittwoch (13. September) nach der Vorstellung eines wissenschaftlichen Abschlussberichts mit Kardinal Rainer Woelki stattfinden, bestätigte der Sprecher des Erzbistums Köln, Christoph Heckeley, am Montag.

Um zu verhindern, dass Betroffene und Gegner der vom Erzbistum in Auftrag gegebenen Studie aufeinander treffen, habe man sich für eine Absage der öffentlichen Info-Veranstaltung entschieden, sagte Heckeley. Der eigentlich Bericht werde jedoch wie geplant vor geladenen Gästen vorgestellt. Der «Kölner Stadt-Anzeiger» hatte am Montag darüber berichtet.

2010 hatten ehemalige Schüler des Knabenkonvikts Collegium Josephinum die Missbrauchsfälle bekannt gemacht. Sie beziehen sich auf Vorfälle, die bis in die 70er Jahre gehen sollen. Kardinal Woelki entschuldigte sich 2015 bei den Opfern und kündigte eine wissenschaftliche Aufarbeitung an. Ehemalige Schüler späterer Jahrgänge hatten daraufhin scharfe Kritik geübt und erklärt, sie hätten nur gute Erfahrungen gemacht. Die Internatsschule war 1997 geschlossen worden. dpa

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