Dachstuhlbrand in Krefeld
Feuerwehrleute löschen an einem Wohnhaus in der Innenstadt von Krefeld einen Dachstuhlbrand. Foto: SAMLA

Feuerwehrleute löschen an einem Wohnhaus in der Innenstadt von Krefeld einen Dachstuhlbrand. Foto: SAMLA

dpa

Feuerwehrleute löschen an einem Wohnhaus in der Innenstadt von Krefeld einen Dachstuhlbrand. Foto: SAMLA

Krefeld (dpa/lnw) - Ein etwa 14-jähriges Mädchen hat bei einem Dachstuhlbrand in Krefeld eine Frau und deren sechsjähriges Kind aus höchster Gefahr gebracht. Mutter und Kind seien vor den Flammen und dem Rauch auf das Dach des mehrgeschossigen Gebäudes geflüchtet, teilte die Feuerwehr am Mittwoch mit. Auf der Höhe der Dachrinne, in der die beiden vermutlich mit den Füßen standen, befindet sich im Nachbargebäude ein Balkon. Von dort aus habe die Jugendliche erst das kleine Mädchen und dann die Mutter zu sich herübergezogen. «Da ist locker ein Meter zwischen gewesen», schilderte der Sprecher der Krefelder Feuerwehr die Situation.

In einer gesonderten Mitteilung würdigten die Rettungskräfte das beherzte und mutige Vorgehen der Jugendlichen: «Das vorbildhafte Eingreifen hat vermutlich Menschenleben gerettet oder zumindest schlimmere Verletzungen von Mutter und Kind durch einen möglichen Sturz vom Dach verhindert.» Die Mutter und deren Kind kamen wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Die Mutter wurde dann nach Informationen der Feuerwehr zur weiteren Behandlung in einer speziellen Druckkammer in die Uniklinik Aachen transportiert.

Ein weiteres Kind brachten die Rettungskräfte ebenfalls ins Krankenhaus. Dessen Mutter konnte sich mit ihm aus dem Gebäude retten, noch bevor Hilfe kam, hieß es. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen schon die Flammen aus dem Dach. Mit einer Drehleiter retteten die Feuerwehrleute zwei Männer, die wegen der großen Hitze ebenfalls auf das Dach des Gebäudes geklettert waren. Die Männer blieben unverletzt. Das Feuer wurde gelöscht. Insgesamt waren bei dem heftigen Dachstuhlbrand in Krefeld 40 Feuerwehrleute sowie vier Rettungswagen-Besatzungen und zwei Notärzte im Einsatz.

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