Nach den neuesten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich bei dem am Freitag im Rhein-Herne-Kanal gefunden Torso um eine vermisste 49-jährige Frau.

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Symbolbild.

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dpa

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Oberhausen. Die am Freitag im Rhein-Herne-Kanal gefundene Frauenleiche wurde am Montag obduziert. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine 49-jährige Frau handelt, die bei einem Besuch in Oberhausen plötzlich verschwunden war. Genau Erkenntnis darüber sollen die Ergebnisse der DNA-Analyse in dieser Woche bringen.

Der Körper der Frau trieb wohl schon mehrere Tage im Wasser. Alle Gliedmaßen waren vom Torso abgetrennt. Die Ermittler gehen davon, aus, dass diese Verletzungen durch Schiffsschrauben verursacht wurden. Das berichtet die Polizei am Montag.

Die Oberhausener Polizisten haben während der Ermittlungen ein Überwachungsvideo entdeckt, auf welchen zu sehen ist, wie die Vermisste in der Nacht auf einem Bootssteg der Marina Oberhausen ins Straucheln gerät und ins Hafenbecken stürzt. Die Frau hatte mit ihrem Mann mit einem Boot an einem Liegeplatz nahe des Centros festgemacht.

Einige Medien hatten über den Leichenfund in detaillierter Form berichtet. Das hatte zu Spekulationen über ein Verbrechen geführt. Teilweise geriet die Diskussion außer Kontrolle. In Zuge dessen sah sich die Polizei genötigt, den Ehemann der Vermissten über den Fund zu informieren, obwohl ohne eindeutige Identifikation das Risiko bestand, den Hinterbliebenen erneut und unnötigerweise emotional zu belasten. Die Beamten wollten aber unter allen Umständen verhindern, dass der Mann aus den Medien die Umstände und die damit verbundenen "ins Kraut schießenden" Spekulationen der unzähligen Kommentatoren erfährt, ohne zuvor angemessen persönlich begleitet und betreut über den Fund informiert worden zu sein, erklärte die Polizei. red

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