Urlauber müssen sich zum Start der Sommerferien auf Wartezeiten auf Straßen und Flughäfen einstellen
Urlauber müssen sich zum Start der Sommerferien auf Wartezeiten im Straßenverkehr und an Flughäfen einstellen.

Urlauber müssen sich zum Start der Sommerferien auf Wartezeiten im Straßenverkehr und an Flughäfen einstellen.

dpa

Urlauber müssen sich zum Start der Sommerferien auf Wartezeiten im Straßenverkehr und an Flughäfen einstellen.

Düsseldorf/Köln. Urlauber müssen sich zum Start der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen auf Wartezeiten im Verkehr und an Flughäfen einstellen. Auf Autobahnen, Schienen und an den Airports wird am kommenden Wochenende mit reichlich Verkehr und einem Passagieransturm gerechnet. Schuleschwänzen, um früher in den Urlaub zu kommen, könnte dabei teuer werden. Ein Überblick für Reisende:

Straßenverkehr

Ab dem frühen Freitagnachmittag wird das Verkehrsaufkommen laut Straßen.NRW steigen. Am vollsten werden demnach mit A1, A31, A40, A57 sowie A61 voraussichtlich die Strecken in Richtung Nord- und Ostsee und in den Süden. Auch die Autobahnen rund um den Kölner Ring (A1, A3, A4) sollen besonders betroffen sein. Etwa 170 Baustellenabschnitte bergen laut ADAC zusätzliches Staupotenzial. Etwas Erleichterung verspricht sich der Automobilclub vom erweiterten Lkw-Fahrverbot, das seit Anfang Juli und noch bis Ende August auch an Samstagen tagsüber gilt - und nicht nur wie generell an Sonn- und Feiertagen.

Eine detaillierte Übersicht der größten Staufallen für NRW gibt es hier.

Luftverkehr

Allein der Düsseldorfer Flughafen erwartet nach Angaben eines Sprechers in den Sommerferien 3,9 Millionen Reisende. Der Spitzenwert von rund 90 000 Fluggästen soll dabei am Sonntag (15. Juli) erreicht werden. Zum Vergleich: An normalen Sommertagen sind es knapp 70.000 Passagiere. Mit mehr als 2,1 Millionen Fluggästen in den Ferien rechnet laut einer Sprecherin auch der Flughafen Köln/Bonn - sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die Reisenden zieht es vor allem in den Süden. Von Köln/Bonn aus geht es für die meisten Urlauber nach Palma de Mallorca, die türkischen Städte Antalya und Istanbul sowie auf die Kanaren, hieß es beim Flughafen. «Bei den Fernzielen sind die karibischen Inseln, Dubai und Abu Dhabi wieder extrem gefragt», teilte auch ein Sprecher des Düsseldorfer Airports mit. Die Situation bei den Sicherheitskontrollen steht unter besonderer Beobachtung - in Düsseldorf war es 2017 wegen überlanger Wartezeiten teils zu Handgreiflichkeiten zwischen Passagieren gekommen. Die Sicherheitsfirma Kötter hatte angekündigt, während der Feriensaison rund 180 zusätzliche Mitarbeiter einstellen zu wollen.

Das sollten sie am ersten Ferienwochenende am Düsseldorfer Flughafen beachten.

Schienenverkehr

Ab dem frühen Nachmittag wird heute laut Straßen NRW das Verkehrsaufkommen steigen. Am vollsten werden demnach mit A1, A31, A40, A57 sowie A61 voraussichtlich die Strecken in Richtung Nord- und Ostsee und in den Süden. Auch die Autobahnen rund um den Kölner Ring (A1, A3, A4) sollen besonders betroffen sein. Nach Einschätzung des ADAC ist die Staugefahr heute zwischen 13 und 20 Uhr, morgen von 11 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 14 bis 20 Uhr am größten.

Etwa 170 Baustellenabschnitte bergen nach Angaben des ADAC zusätzliches Staupotenzial. Etwas Erleichterung verspricht sich der Automobilclub vom erweiterten Lkw-Fahrverbot, das seit Anfang Juli und noch bis Ende August auch an Samstagen von 7 bis 20 Uhr gilt – und nicht nur wie generell an Sonn- und Feiertagen. Die meisten Baustellen finden sich auf den Streckenabschnitten A1 Köln – Dortmund – Osnabrück, A2 Recklinghausen – Dortmund, A3 Köln – Breitscheid, A4 Aachen – Köln, A40 Duisburg – Essen, A42 Duisburg – Herne, A45 Hagen – Dortmund, A46 Neuss – Wuppertal, A57 Köln – Rheinberg, A59 Bonn – Köln und A565 Meckenheim – Bonn.

Acht Stauberater des ADAC Nordrhein sind zum Ferienstart heute und morgen mit ihren Motorrädern auf den Autobahnen in NRW unterwegs.

Auch in diesem Jahr plant die Deutsche Bahn in den Sommerferien umfangreiche Bauarbeiten an ihrem Schienennetz in NRW. Los geht es zumeist in der Nacht zum kommenden Samstag. Die Strecke zwischen Dortmund und Hamm wird dann sogar bis zum 10. September gesperrt, weil auf dem 26 Kilometer langen Abschnitt nicht nur Schienen und Oberleitungen saniert werden. Zugleich sollen fünf Bahnhöfe für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) fit gemacht werden, der zum Fahrplanwechsel 2018/19 über die Strecke rollen soll. Bahnfahrer sollten sich vorab über die aktuellen Fahrpläne informieren.

Eine Übersicht über die Baustellen der Bahn in NRW gibt es hier.

Schulschwänzer

Trotz der Einschränkungen sollten Eltern besser nicht in Versuchung kommen und ihre Kinder früher aus der Schule holen: Wenn die Ferien unerlaubt verlängert werden, droht jedem Elternteil für jedes schulpflichtige Kind ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro. Landesweit steigen die Zahlen der Bußgeldverfahren gegen sogenannte «Ferienverlängerer». In Düsseldorf registrierte die Bezirksregierung im vergangenen Jahr 390 Fälle - fast 60 mehr als im Jahr zuvor. Auf den Straßen könnte vorausschauende Planung Abhilfe schaffen: «Am frühen Morgen sowie am späten Abend und in der Nacht sind die Chancen wesentlich besser, mit wenig Staus ans Ziel zu kommen», rät der ADAC. Wer flexibel sei, sollte auf einen anderen Reisetag unter der Woche ausweichen, zum Beispiel auf den Dienstag. dpa/red

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