Zuckerrübenernte
Zuckerrüben rutschen in Jülich in einer Raffinerie vom LKW.

Zuckerrüben rutschen in Jülich in einer Raffinerie vom LKW.

Trotz wetterbedingter Ernteverzögerungen auf einigen Restflächen ist die Zuckerrübenernte in diesem Jahr gut verlaufen.

Oliver Berg, Bild 1 von 2

Zuckerrüben rutschen in Jülich in einer Raffinerie vom LKW.

Düsseldorf. Die nordrhein-westfälischen Landwirte haben dank des Wetters und neuer EU-Vorgaben in diesem Jahr so viele Zuckerrüben geerntet wie noch nie. Der Ertrag sei im Vergleich zu 2016 um knapp 50 Prozent auf rund 5,4 Millionen Tonnen gestiegen, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch mit. Auch der Flächenertrag kletterte demnach auf ein Rekordhoch. Mit 88,7 Tonnen je Hektar erzielten die Bauern in NRW das beste Ergebnis aller Zeiten.

Grund für die enorme Produktionssteigerung ist der Wegfall der Zuckerquote in diesem Jahr. Bis zum 1. Oktober waren Produktion und Verkauf von Zucker in der EU streng reglementiert. Eine Quote bestimmte, wie viel Zucker in Deutschland produziert werden durfte. «Aussaat und Anbau 2017 erfolgten bereits unter den neuen Marktordnungsvorgaben», hatte Peter Kasten vom Rheinischen Rübenbauer-Verband bereits im Sommer erklärt.

Ebenfalls ausschlaggebend für das gute Ernteergebnis in NRW seien das trockene und warme, geradezu füllhornmilde Frühjahrswetter und starke Niederschläge im Sommer gewesen. dpa

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