Minister Laumann und seine Kollegin aus Baden-Württemberg zu Gast in Gladbach.

Mönchengladbach. Besuch von der Landesregierung in Düsseldorf hatte sich am Dienstag im Hep-Shop auf der Rheydter Straße angesagt. Im Rahmen einer gemeinsamen Kabinettssitzung der Ministerrunde aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg informierten sich NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) und seine Amtskollegin Monika Stolz vor Ort über die Kriterien eines Integrationsunternehmens für Menschen mit Behinderungen.

"Hephata als traditionsreiche Institution ist bei der Umstrukturierung zu einer modernen Behinderteneinrichtung sehr weit gekommen", sagte Laumann beim Gang durch den Hep-Shop. Er lobte das Konzept als "erfolgreiche Arbeit". Es sei flexibel und gehe mit seinem Prinzip "weniger Steine, mehr Projekte" von den Menschen selber aus.

Die Shops ermöglichen Behinderten ein eigenständiges Leben

Die Secondhandläden sind Integrationsbetriebe, in denen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam am ersten Arbeitsmarkt beschäftigt sind. Ihre Arbeitsplätze werden durch den Erlös aus dem Verkauf von Gebrauchtwaren gesichert. Die Hep-Shops sind Beschäftigungs- und Qualifizierungsangebote der gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Hephata mbHd (BQG) und sollen behinderten Menschen eine eigenständige Lebensführung ermöglichen.

Das Ziel, Menschen mit Behinderungen zu integrieren, werde auch in Baden-Württemberg verfolgt, sagte Monika Stolz, "der Weg ist jedoch anders". Während in NRW die Landschaftsverbände zuständig sind, werde die Integrationsarbeit in ihrem Bundesland kommunalisiert. Zum Programm der Minister gehörte zudem ein Besuch des Autohauses Mönchengladbach Integration, "ein Projekt, von dem andere lernen können", sagt Laumann.

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