Bereits seit 175 Jahren veredelt die Firma Wilhelm Beines Söhne in Rheydt Stoffe.

Horst und Dieter Beines (v.l.) leiten das Unternehmen, das auf Textildruck spezialisiert ist.
Horst und Dieter Beines (v.l.) leiten das Unternehmen, das auf Textildruck spezialisiert ist.

Horst und Dieter Beines (v.l.) leiten das Unternehmen, das auf Textildruck spezialisiert ist.

Horst Siemes

Horst und Dieter Beines (v.l.) leiten das Unternehmen, das auf Textildruck spezialisiert ist.

Mönchengladbach. "Es ist keine Zeit für rauschende Feste", stellt Dieter Beines, Geschäftsführer der Färberei und Druckerei Wilh. Beines Söhne in Rheydt, fest. "Seit dem Herbst bemerken wir deutliche Rückgänge."

Trotzdem wird ein bisschen gefeiert, denn schließlich begeht der Familienbetrieb dieser Tage nicht nur sein 175jähriges Bestehen. Dieter Beines, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder Horst in der fünften Generation leitet, feiert auch noch seine 40-jährige Betriebszugehörigkeit.

Die Rheydter drucken und färben ganz nach Wunsch der Kunden

Wilh. Beines Söhne ist ein sogenannter Auftragsveredler: hier werden Stoffe gefärbt und bedruckt. "Wir arbeiten hauptsächlich für Konfektionäre, die Stoffe für Damenoberbekleidung verarbeiten", erklärt Dieter Beines. Die Kunden liefern Muster und machen einige Farbvorgaben, den Rest erledigt die Rheydter Firma.

Die Muster werden weiterentwickelt und koloriert, dann werden Stoffmuster produziert, die die Kunden zu ersten Stücken einer Kollektion weiterverarbeiten. Stoßen sie damit beim Handel nicht auf Begeisterung, wird an Farben und Mustern weitergearbeitet.

"Die Kollektionen entwickeln sich vom Beginn der Saison bis zum Ende, die Farben ändern sich. Darauf müssen wir schnell reagieren können", unterstreicht der Geschäftsführer.

Momentan arbeitet man an den Dessins und Farben der Sommerkollektion 2010. Effizienter und schneller ist die Arbeit durch PC und Digitaldruck geworden. So können Farben und Muster leichter verändert, die ersten Muster problemlos auf die entsprechenden Stoffe gedruckt werden. "Noch ist der Digitaldruck zu langsam, aber ihm gehört bestimmt die Zukunft", meint Dieter Beines.

Die Produktion benötigt im Jahr 100.000 Kubikmeter Wasser

Über zwei Millionen Meter Stoff veredelt die Firma mit ihren 37 Mitarbeitern jährlich. 100.000 Kubikmeter Wasser werden dabei verbraucht, denn die Wäscherei, mit der Firmengründer Wilhelm Beines vor 175 Jahren begann, gehört immer noch zum Unternehmen.

"Ökologie ist für uns ein wichtiges Thema", betont Horst Beines. "schließlich verwenden wir die unterschiedlichsten Substanzen zum Färben, Drucken und Waschen." Ein weiteres Standbein hat sich die Rheydter Firma mit dem Tochterunternehmen Uhlenhorster Textilkontor geschaffen, das eine eigene modische Stoffkollektion auf den Markt bringt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer