Das Amtsgericht Gladbeck hat einen 59-Jährigen verurteilt, er geht in Berufung.

In der Wohnung an der Neusser Straße (li.) wurde der Waffenhändler von einem Sondereinsatzkommando (re.) festgenommen.
In der Wohnung an der Neusser Straße (li.) wurde der Waffenhändler von einem Sondereinsatzkommando (re.) festgenommen.

In der Wohnung an der Neusser Straße (li.) wurde der Waffenhändler von einem Sondereinsatzkommando (re.) festgenommen.

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In der Wohnung an der Neusser Straße (li.) wurde der Waffenhändler von einem Sondereinsatzkommando (re.) festgenommen.

Mönchengladbach. Ein 59-jähriger Mönchengladbacher ist vom Amtsgericht Gladbeck zu zwei Jahren Freiheitsstrafe ohne Bewährung wegen des Besitzes illegaler Waffen verurteilt worden. Die Richter gehen davon aus, dass der Lürriper zu einem Ring von Waffenhändlern gehört hat, der im Juli 2008 gesprengt wurde. Der Mann war von einem Sondereinsatzkommando (SEK) aus seiner Wohnung an der Neusser Straße geholt worden (die WZ berichtete).

Die niederländische Polizei ermittelte mit der Polizei Essen

Die Polizei Essen hatte gemeinsam mit den niederländischen Behörden unter der Bezeichnung Ermittlungskommission Fleck wegen illegalen Waffenhandels ermittelt. Zeitgleich mit der Mönchengladbacher Wohnung wurden 14 Adressen im gesamten Bundesgebiet und in den Niederlanden durchsucht. Dabei wurden 260 illegale Schusswaffen sichergestellt. Unter den Pistolen und Gewehren waren auch vollautomatische Kriegswaffen.

Es wurden Haftbefehle gegen sieben Männer erwirkt. Sie sollen daran beteiligt gewesen sein, dass u.a. scharfe Schusswaffen nur zum Schein zu erlaubsnisfreien Luftdruckwaffen umgebaut wurden. Außerdem wurden Glock-Pistolen in Einzelteile zerlegt und so verschickt.

Gegen die anderen Verdächtigen wurde noch keine Anklage erhoben

Neben dem Mönchengladbacher und dem Hauptbeschuldigten, einem 46-jährigen Gladbecker, wurden zwei weitere Männer aus Gladbeck, ein Düsseldorfer, ein Leverkusener und ein Mann aus Saarwellingen beschuldigt.

Bisher wurde aber nur Anklage gegen den Mönchengladbacher und den Gladbecker erhoben. Gegen das Urteil gegen ihn hat der Lürriper Berufung eingelegt. Das Landgericht Essen wird darüber entscheiden.

Bereits im August 2007 war der Lürriper vom Mönchengladbacher Landgericht wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz und wegen unerlaubten Waffenbesitzes zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt worden. Er hatte außer seinen Waffen auch rund 12000 Euro aus einem Verkaufsgeschäft abgeben müssen.

Für dieses Geld hatte ihm ein Rentner eine vollautomatische Maschinenpistole abgekauft. Die Polizei hatte die beiden bei dieser Aktion observiert. Bei einer anschließenden Durchsuchung war ein Waffenlager bei ihm entdeckt worden.

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