Das indische Dorf Ramapuram wurde 2004 verwüstet. Dank Spenden aus Mönchengladbach geht’s wieder aufwärts.

Die Kinder aus dem indischen Ramapuram gehen nun in eine Schule, die dank der Spendengelder aus Mönchengladbach erneuert wurde. Ein Schulbus bringt sie jeden Morgen dorthin.
Die Kinder aus dem indischen Ramapuram gehen nun in eine Schule, die dank der Spendengelder aus Mönchengladbach erneuert wurde. Ein Schulbus bringt sie jeden Morgen dorthin.

Die Kinder aus dem indischen Ramapuram gehen nun in eine Schule, die dank der Spendengelder aus Mönchengladbach erneuert wurde. Ein Schulbus bringt sie jeden Morgen dorthin.

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Die Kinder aus dem indischen Ramapuram gehen nun in eine Schule, die dank der Spendengelder aus Mönchengladbach erneuert wurde. Ein Schulbus bringt sie jeden Morgen dorthin.

Mönchengladbach. Während die Welt erschüttert auf das Elend in der haitianischen Erdbeben-Region blickt, gerät mitunter in Vergessenheit, dass Ende 2004 eine Naturkatastrophe ähnlichen Ausmaßes für Leid gesorgt hat. Es war der Tsunami, der über Südostasien und Indien hinwegrauschte und mehr als 200 000 Menschen das Leben kostete.

Mönchengladbacher Bürger und Unternehmen haben damals in einer Spendenaktion unter der Schirmherrschaft von OB Norbert Bude 71000 Euro für den Wiederaufbau des indischen Fischerdorfs Ramapuram gespendet. Die Entwicklung, die der gebeutelte Ort seither genommen hat, macht Mut für die Zukunft in Haiti.

Denn was nun von dem Hilfsprojekt aus Ramapuram zu hören ist, beweist: Spenden zahlen sich aus. In dem Dort macht sich zarte Zuversicht breit. "Die Katastrophe hat uns vereint", sagt etwa Sunnapo Subbaro, Vorsitzender der Dorfentwicklungsgesellschaft.

Frauen werden mit einem Kreditsystem gefördert

Die Deswos (Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnung- und Siedlungswesen), die mit der indischen Partnerorganisation Assist die Hilfe organisiert, berichtet von den Erfolgen: So entstanden ein 20000-Liter-Brunnen, ein Kindergarten sowie Straßen und Wege. Und nicht nur das: Die örtliche Schule wurde renoviert. Zudem werden Frauen - bislang eher unterprivilegiert - mit einem Kleinkredit-System gefördert. So können sie sich als Gemüsehändler selbstständig machen.

Der Deswos-Geschäftsstellenleiter Werner Willkens bilanziert: "Das Dorf hat in kürzester Zeit riesige Entwicklungsschritte getan." Ohne die Hilfe hätte der gleiche Prozess wohl ein Jahrzehnt gedauert.

Marc Auguste, ehemaliger Leiter der Mönchengladbacher Drogenberatung, hilft in Haiti aus. In einem Haus nördlich von Port-au-Prince beherbergt er 40 Menschen und organisiert für sie Lebensmittel. Auguste weilte während des Bebens in Haiti, weil er dort Vorlesungen halten sollte.

Die Borussia spendet einen Teil der Ticketerlöse aus dem Spiel gegen Werder Bremen am 30. Januar.

Die Caritas hat die katholischen Kirchengemeinden in Mönchengladbach aufgerufen, die Einnahmen aus den Gottesdienst-Kollekten den Opfern in Haiti zu spenden. Die Gemeinden kamen in der Regel dem Wunsch nach.

Zu den guten Nachrichten gehört auch, dass die Einwohner in Ramapuram mittlerweile Toiletten besitzen. Kurios ist aus europäischer Sicht nur, dass sie als Baderäume zweckentfremdet wurden. Ihre Notdurft verrichten die Menschen lieber morgens am Strand. Gewohnheiten seien schwer zu ändern, heißt es.

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