Zieht Karstadt aus, gibt es mehrere Möglichkeiten. Wunsch ist aber, dass ein neuer Einzelhandel einzieht.

Karstadt
In der kommenden Woche soll sich das Schicksal der Karstadt-Filiale in Rheydt entscheiden.

In der kommenden Woche soll sich das Schicksal der Karstadt-Filiale in Rheydt entscheiden.

Archivfoto

In der kommenden Woche soll sich das Schicksal der Karstadt-Filiale in Rheydt entscheiden.

Mönchengladbach. Branchenkenner gehen davon aus, dass sich schon in der kommenden Woche das Schicksal der Karstadt-Filiale in Rheydt entscheidet. Wie hoch die Chancen sind, dass das Warenhaus weiter am Rheydter Markt bleibt, vermag erst recht nach dem jüngsten Eigentümerwechsel niemand seriös zu beziffern.

Die FWG hat das Thema auf die Tagesordnung der morgigen Sitzung der Bezirksvertretung Süd gesetzt. Die Verwaltung soll ein Konzept erstellen, wie das Gebäude genutzt werden kann, falls Karstadt schließt, fordert die FWG. „Die Frage ist zu wichtig für Mönchengladbach, als dass man das einfach auf sich zukommen lassen könnte. Das muss die Verwaltung in alle denkbaren Richtungen prüfen“, fordert FWG-Ratsherr Klaus Oberem.

Das hat sie indes längst. Schließlich ist die Verwaltung ganz unmittelbar von dem Schicksal Karstadts betroffen. Denn die Tiefgarage unter dem Warenhaus gehört ihr; in den beiden Obergeschossen sitzt ein Teil der Verwaltung. Die Stadt hat seinerzeit Überbaurechte genutzt.

Gebäude weist zahlreiche Mängel auf

Die Bestandsaufnahme ist ernüchternd: Das Dach ist bald fällig, das Gebäude ist nicht heutigen Erfordernissen entsprechend gedämmt, einige Räume haben kein Tageslicht. Sollte die Stadt erwägen, das Gebäude in Eigenregie zu betreiben, könnte es ökonomischer sein, es abzureißen und neu zu bauen. Das ist ein Modell, das die städtische Entwicklungsgesellschaft (EWMG) im Auftrag der Stadt grob gerechnet hat.

Dass die Stadt ein Haus an dieser Stelle alleine für sich selbst nutzt, ist indes wenig wahrscheinlich. Zwar kann man sich an diesem zentralen Ort zum Beispiel ein Bürgerbüro gut vorstellen.

Doch am Ende der Fußgängerzone braucht es nach Überzeugung des Planungsdezernenten Andreas Wurff einen stärkeren Magneten, als dies eine Verwaltung sein kann. „Das ist eine ideale Stelle für Einzelhandel, da sind verschiedene Konzepte vorstellbar“, sagte Wurff gestern. Denkbar wäre, dass ein Investor neu baut und an Stadt und Einzelhandel vermietet.

Rheydter hoffen, dass das Warenhaus bleibt

Bis es keine endgültige Nachricht von den Karstadt-Eigentümern gibt, hoffen die Rheydter weiter, dass ihr Warenhaus bleibt. Das geht auch Bezirksvorsteherin Barbara Gersmann so: „Sich gedanklich auf alle Eventualitäten vorzubereiten, ist gut und richtig. Aber eigentlich wäre uns doch allen am liebsten, dass das umgebaute Karstadt-Haus den nötigen Erfolg hat.“

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