Die Messstation des Landesumweltamts soll wieder an der Friedrich-Ebert-Straße aufgebaut werden. Dort stand sie bereits 2009. Die Anwohner freut es.

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Die Messstation im Jahr 2009 an der Friedrich-Ebert-Straße. Am 4. Januar wird wieder ein Container aufgestellt.

Die Messstation im Jahr 2009 an der Friedrich-Ebert-Straße. Am 4. Januar wird wieder ein Container aufgestellt.

Die Messstation im Jahr 2009 an der Friedrich-Ebert-Straße. Am 4. Januar wird wieder ein Container aufgestellt.

Mönchengladbach. Kaum größer als zwei Telefonzellen ist der unscheinbare Metall-Kasten und für die Menschen an der Friedrich-Ebert-Straße schon ein alter Bekannter. Ab 4. Januar wird wieder eine Messstation für Luftqualität auf Höhe der Hausnummer 111/115 stehen. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) NRW hat festgestellt, dass man den Feinstaub an dieser Stelle doch weiter messen will.

Der Container wurde aufgebaut, abgebaut und kommt nun zurück

Vorangegangen ist viel Hin und Her, was die Messungen angeht. Schon im Jahr 2009 waren an der viel befahrenen Straße Feinstaub und Stickstoffdioxid gemessen worden. Die Anwohner, die mit einer Bürgerinitiative gegen Dreck, Lärm und Abgase kämpfen, jubelten. Und als die Grenzwerte dann tatsächlich Anfang 2009 überschritten wurden, sahen sie sich bestätigt. Doch die Landesbehörde gab kurze Zeit später Entwarnung. Die Messgeräte in dem mit Technik voll gepackten Container hatten wegen eines technischen Fehlers sozusagen „feuchten“ und dadurch schwereren Feinstaub gewogen.

Ende 2009 lagen deshalb keine kritischen Messergebnisse vor. Das Landesamt entschied deshalb den Umzug des grauen Kastens. Auf der einen Seite seien in zwölf Monaten die Grenzwerte nicht überschritten worden. Auf der anderen Seite sei die Zahl der mobilen Messstationen begrenzt. Man könne die Geräte andernorts in NRW besser brauchen.

Die vorläufigen Werte waren okay, aber die endgültigen nicht

„Wir hatten zu diesem Zeitpunkt allerdings nur vorläufige Messwerte“, erklärt der Pressesprecher des Lanuv, warum man sich nun wieder umentschieden hat. „Alle vorläufigen Ergebnisse werden mit Laboruntersuchungen gegengecheckt. Und daraus hat sich in der maßgeblichen Tabelle im laufenden Jahr etwas anderes ergeben.“

Demnach gab es 2009 in der „endgültigen Jahresendauswertung“ 36 Überschreitungen beim Feinstaub. 35 Überschreitungen des Grenzwertes sind pro Jahr erlaubt. „Damit liegt die Friedrich-Ebert-Straße knapp drüber. Aber sie liegt drüber. Und damit haben wir festgestellt, wir müssen das weiter beobachten.“ Das soll erst einmal wieder für zwölf Monate geschehen. Dann wird neu entschieden.

Nach dem Abbau der großen Messstation, die Feinstaub, Stickstoffdioxid und -monoxid misst, waren so genannte Passivsammler, also Prüf-Röhrchen an Laternen oder Straßenschildern, an der Friedrich-Ebert-Straße angebracht worden. Der Grund: der Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel war überschritten worden.

Grundlage für die Messungen ist die EU-Luftqualitätsrichtlinie, die eine europaweite Beobachtung der Luftqualität vorsieht, speziell, wenn Anwohner betroffen sind.

Alle Messdaten der Stationen des Lanuv sind zu finden unter: www.lanuv.nrw.de

Vertreter der Bürgerinitiative sind erfreut. Man habe sich „veräppelt“ gefühlt, als die Messstation im Januar dieses Jahres abgebaut worden war. Nach Einschätzung der Anwohner sei der Verkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße nicht mehr nur zu Stoßzeiten stark, sondern es gebe einfach immer viel Verkehr.

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