DNA-Spuren führten die Ermittler zu den möglichen Tätern des Überfalls auf die Sparkasse an der Pescher Straße.

Durch Kunden ließ sich der Bankräuber in der Sparkasse an der Pescher Straße nicht stören.
Durch Kunden ließ sich der Bankräuber in der Sparkasse an der Pescher Straße nicht stören.

Durch Kunden ließ sich der Bankräuber in der Sparkasse an der Pescher Straße nicht stören.

Polizei

Durch Kunden ließ sich der Bankräuber in der Sparkasse an der Pescher Straße nicht stören.

85 Kilometer wurden die Männer im Fluchtauto von einem Polizeihubschrauber am 23. September verfolgt. Dann der Stopp. SEK-Kräfte griffen zu. Zwischen den Mönchengladbacher Honschaften Koch und Herdt wurden die Täter gestellt, die wenige Stunden zuvor eine Sparkasse in Bochum ausgeraubt hatten. Als die Handschellen klickten, ahnte wohl noch niemand, dass mit dieser Festnahme auch einer der beiden Männer ins Netz gegangen war, der wahrscheinlich am Banküberfall auf die Sparkassenfiliale an der Pescher Straße am 8. August beteiligt gewesen war. Dies wurde erst klar, als die beiden Festgenommenen bereits in U-Haft saßen. Denn da kam die Nachricht über einen „Treffer“. DNA-Spuren, die Polizisten nach dem Mönchengladbacher Bankraub in Tatortnähe an einer Zigarettenkippe gesichert hatten, passten zu einem der Männer, einem 30-jährigen Aachener. Und der war möglicherweise auch an dem Sparkassenüberfall in Eicken am 26. August vergangenen Jahres und weiteren Bankrauben beteiligt.

Zeugen führten die Polizisten zu den Zigarettenkippen

Im August war die Mönchengladbacher Polizei schnell davon ausgegangen, dass die Sparkassenfilialen in Eicken und an der Pescher Straße von denselben Tätern überfallen wurden. Denn die Vorgehensweise war die gleiche. In beiden Fällen ging ein maskierter Täter offensichtlich völlig unbeeindruckt an mehreren anwesenden Kunden vorbei auf einen Kassierer zu und forderte Geld. Beide Male wartete ein Mittäter mit einem Auto vor der Sparkasse. Und in beiden Fällen war ein gestohlenes belgisches Kennzeichen an dem Fluchtfahrzeug angebracht. Auch in Bochum sah der Tathergang ähnlich aus. Ein Täter beging den Überfall, obwohl sich vier Kunden in der Sparkasse befanden, und stieg später mit seiner Beute in ein wartendes Auto.

Nach dem Überfall an der Pescher Straße hatten Zeugen gesehen, wie einer der Räuber in das Fluchtauto stieg. Sie konnten der Polizei den Standort zeigen. Und genau dort wurden die Zigarettenkippen mit den entlarvenden DNA-Spuren gesichert. Ob der so ermittelte 30-jährige Aachener mit der Pistole in die Bank ging oder ob er das Fluchtauto fuhr, muss noch ermittelt werden. Das Gleiche gilt bei der Frage, ob er tatsächlich auch für den Raub in Eicken verantwortlich ist. Ebenso wird geprüft, ob der am 23. September ebenfalls festgenommene gleichaltrige Mann und Komplize auch an den Mönchengladbacher Banküberfällen beteiligt war.

Im August vergangenen Jahres waren innerhalb weniger Tage gleich drei Banken in Mönchengladbach überfallen worden. Am 5. August traf es die Sparkasse in Windberg. Der Räuber, der die Geschäftsstelle an der Annakirchstraße gegen 12 Uhr von der Lindenstraße aus betrat, hatte sich offenbar schon 20 bis 30 Minuten vor dem Überfall im Umfeld des späteren Tatortes aufgehalten. Besonders auffällig war seine Kleidung. Er trug eine orangefarbene Jacke und Schuhe mit hohen Sohlen in Pink sowie eine Schultertasche. Alles deutete auf eine Frau als Täter hin, doch die Stimme soll männlich geklungen haben. Trotz Fahndung, bei der auch ein Hubschrauber im Einsatz war, gelang die Flucht des Räubers. Die Sparkasse hatte nach allen Überfällen Belohnungen für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen. Ob das Geld nun – nach dem DNA-Treffer – ausgezahlt wird, ist noch nicht geklärt.

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