Ab 2014 könnte an der Lüpertzender Straße gebaut werden.

Zentralbad-Areal
Trist wie das Regenwetter am Dienstag bot sich auch das Zentralbad-Gelände „Bleichwiese“ mit Blick zur Fliethstraße.

Trist wie das Regenwetter am Dienstag bot sich auch das Zentralbad-Gelände „Bleichwiese“ mit Blick zur Fliethstraße.

Jörg Knappe

Trist wie das Regenwetter am Dienstag bot sich auch das Zentralbad-Gelände „Bleichwiese“ mit Blick zur Fliethstraße.

Mönchengladbach. Die Roermonder Pol Beheer BV soll das 15 000 Quadratmeter große alte Zentralbad-Gelände an der Lüpertzender Straße inklusive Spielplatz entwickeln – mit „höherwertigen“ Wohnungen und Büros plus Grünstreifen mit sprudelndem Flüsschen Gladbach. Darauf haben sich am Dienstagabend Politiker in den Aufsichtsräten der Stadt-Gesellschaften für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung geeinigt.

Roermonder wollten endlich Entscheidung

Der Mitbewerber – die Baugesellschaft der Rheydter Familie Schoor – kam nicht zum Zuge. Der Entscheidung ging ein monatelanges Hickhack voraus. So drängte die FDP auf eine Entscheidung pro Schoor. Der Senior der Gesellschaft, Hans-Joachim Schoor, war viele Jahre liberaler Ratsherr.

Mitglieder der Aufsichtsräte sagten, die Schoor-Pläne seien „nicht präzise genug“, es fehlten Lärmschutz, zudem benötige er fünf Jahre für eine Gesamtbebauung.

Das Gebiet, in Teilen saisonal als Sommer-Biergarten mit Liegen, Strand und Mini-See „Bleichwiese“ genutzt, liegt seit dem Großbrand des Zentralsbades 2001 so gut wie brach. Mehrere Investoren interessierten sich für das Filet-Grundstück, zuletzt die Roermonder. Insider berichten, sie hätten mit einem Abzug gedroht, wenn nicht bald eine Entscheidung in ihrem Sinne gefällt wird. EWMG-Chef Uli Schückhaus sei es gelungen, die Roermonder „bei der Stange zu halten“.

Auch er ist vom Konzept der Pol Beheer BV überzeugt, das wiederum kommt aus dem Büro des Gladbacher Architekten Burkhard Schrammen, wie es heißt.

Der Stadtrat soll alles absegnen

2001 brannte das Zentralbad komplett aus. Mit der Versicherungssumme baute die Stadt als Ersatz das Vitusbad gegenüber der Arbeitsagentur.

Das Gelände ist rund 15 000 Quadratmeter groß. Die Bleichwiese mit Biergarten usw. öffnet noch 2013.

Allein rund 160 Wohnungen sollen auf dem citynahen Areal entstehen. Die Stadt will das Groß-Grundstück für etwa 3,5 Millionen Euro an den Nachbarn verkaufen. Die Niederländer wollten mit der EWMG eine „Optimierungsvereinbarung“ unterzeichen. Konkret: Ab 2014 soll an der Lüpertzender Straße gebaut werden.

Stadtfinanzchef Bernd Kuckels (FDP) betonte bei früheren Treffen mehrfach, dass das Projekt Zentralbad vom Stadtrat abgesegnet und modifiziert werden müsse.

Die Aufsichtsräte der beiden Stadtfirmen tagten auch am Dienstag nichtöffentlich. Offizielle – öffentliche – Stellungnahmen der Beteiligten gab es daher nicht.

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