Warum kandidieren Sie wieder?
Ich kandidiere wieder, weil ich mich weiterhin für die Interessen der Menschen in unserem Land und in Mönchengladbach einsetzen will und mir die Arbeit im Landtag die Gelegenheit gibt, wichtige Fragen inhaltlich mitzugestalten. Darüber hinaus bereitet es mir persönlich große Freude, in Landtagsdebatten Position zu beziehen und Meinungen zu vertreten.

Welche Koalitionspartner auf Landesebene können Sie sich grundsätzlich nach der Wahl vorstellen? Mit wem würden Sie keine Gespräch führen?
Ich setze auf eine Koalition zwischen der SPD und den Grünen. Prinzipiell müssen alle Fraktionen des Landtages dazu bereit sein, miteinander Gespräche zu führen.

Wie schätzen Sie Ihren Bekanntheitsgrad ein?
Gerade im Landtagswahlkampf merke ich, dass viele Menschen mich wiedererkennen und mich auf meine politische Arbeit ansprechen. Dies hängt wohl auch damit zusammen, dass ich seit mehr als 20 Jahren sowohl in der Kommunalpolitik als auch in der Landespolitik in unterschiedlichen Funktionen tätig war.

Was halten Sie für Ihren größten Erfolg in der vergangenen Legislaturperiode/Ihrer politischen Arbeit bisher? Was hätten Sie besser machen können bzw. müssen?
In einigen Bereichen ist es durch wirkungsvolle Oppositionsarbeit gelungen, problematische Vorhaben der Landesregierung zu verhindern. Dies gilt besonders beim Sparkassengesetz. Bei den Kommunalfinanzen und der Bildungspolitik haben wir es geschafft, die Versäumnisse der Landesregierung deutlich zu machen und eigene Konzepte vorzulegen. Dies ist auch in der Verkehrspolitik bei der L19 in Mönchengladbach der Fall.

Wie sehen Sie das: Ist es schwierig, ausgerechnet für die Stadt Mönchengladbach im Landtag zu sitzen?
Ich halte es nicht für schwierig, Mönchengladbach im Landtag zu vertreten. Im Gegenteil ergibt sich die Chance, für die Stärken unserer Stadt und ihrer Menschen zu werben. Die strukturellen Probleme Mönchengladbachs bedürfen einer starken Vertretung im Landtag. Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne.

Wenn ein Bürger Sie im Straßenwahlkampf nach Ihren politischen Zielen fragt, was sagen Sie, wofür Sie und Ihre Partei im Landstehen, wenn Sie es in nur drei Sätzen sagen können?
Leider haben wir es an einigen Stellen nicht geschafft, sozialdemokratische Alternativen deutlicher aufzuzeigen und die Fehler der Landesregierung zu nutzen. Der Landesregierung ist es zu häufig gelungen, ihren marktradikalen Kurs nach dem Leitsatz "Privat vor Staat" mit sozialen Phrasen zu überdecken. NRW muss wieder das soziale Gewissen unseres Landes sein. Die beste Bildung und eine gute Gesundheitsversorgung dürfen nicht zum Privileg für Wenige werden. Ich möchte starke und handlungsfähige Städte sowie gute Perspektiven für unsere Wirtschaft.

Nennen Sie Ihr größtes/wichtigstes Ziel in den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Bildung, Kultur, Sport, Verkehr!
Wirtschaft:
Gezielte Förderung von Wachstumsbranchen im Bereich alternative Energien. Es muss beim Atomausstieg bleiben.
Soziales: Lohndumping verhindern, flächendeckenden Mindestlohn einführen. Einführung eines öffentlich geförderten Arbeitsmarktes.
Bildung: Schaffung gleicher Bildungschancen für alle Kinder von der Kita bis zur Hochschule und Abschaffung von Studiengebühren.
Kultur: Kunst und Kultur müssen für jedermann erreichbar und zugänglich bleiben, sie dürfen nicht zum Luxus für wenige werden.
Sport: Gezielte Förderung des Breitensportes und des Ehrenamtes.
Verkehr: Bessere Anbindung von Rheydt, Odenkirchen und Wickrath an das regionale Schienennetz und Sanierung der Bahnhöfe.

Was ist für Sie die größte Herausforderung jetzt im Wahlkampf?
Die Beantwortung zahlreicher Rückfragen von Bürgerinnen und Bürgern, Organisationen und Medien sowie die Koordination vieler überörtlicher Termine und Terminen vor Ort.

Was sagt Ihre Familie zu der Kandidatur?
Meine Familie steht voll hinter meinem politischen Engagement und meiner Kandidatur und unterstützt mich in meiner Arbeit. Allerdings kommt gerade in Wahlkampfzeiten das Familienleben häufig zu kurz. Da ich bereits seit zwei Wahlperioden dem Landtag angehöre, kennt meine Familie diese Situation sehr gut.

Wer sind Ihre politischen Vorbilder?
Obwohl ich im engeren Sinn keinen Vorbildern nacheifere, haben mich verschiedene Politikerinnen und Politiker beeindruckt und mein politisches Handeln geprägt. Dies gilt für die visionäre Gabe von Willy Brandt, die soziale und menschliche Kompetenz von Johannes Rau, die politische Weitsicht von Helmut Schmidt, die strategische und rhetorische Kraft von Herbert Wehner und den aufopferungsvollen Einsatz von Regine Hildebrandt.

Was wäre der Plan B, wenn es nicht gelingen sollte, wieder in den Landtag einzuziehen?
Politische Ämter in der Demokratie werden von den Bürgerinnen und Bürgern auf Zeit vergeben. Deshalb muss man darauf gerichtet sein, eine andere berufliche Tätigkeit

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer