Ein Grund ist, dass die Profis nicht in Gladbach bleiben. Hoteliers hoffen auf kurzfristige Effekte.

Mönchengladbach. Die Stimmung bei den Hoteliers im Vorfeld der Frauen-Fußball-WM mit Austragungsort Gladbach ist eher verhalten. Andreas Graf, Vorsitzender des Gladbacher Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga und Geschäftsführer des Best-Western-Hotels, ist verärgert, weil „es die aktiven Teilnehmer vorgezogen haben, auswärts zu übernachten und sich die Nachfrage deshalb in Grenzen hält“.

Hoteliers verstehen die Entscheidung nicht

Verstehen kann er das nicht: „Die im Vorfeld getätigte Aussage, dass die Mannschaften in Mönchengladbach nicht die entsprechenden infrastrukturellen Bedingungen vorfinden würden, kann ich nicht nachvollziehen.“ Schließlich seien viele Bundesligisten regelmäßig in Gladbach zu Gast und übernachteten in der Stadt. „Sie haben sich noch nie beklagt.“

Graf hofft jetzt auf den kurzfristigen Effekt. „Wenn die WM unmittelbar bevorsteht, wird die Nachfrage sicherlich steigen. Wir hoffen auf die Kurzentschlossenen, die sich vom WM-Fieber anstecken lassen und auch in der Nähe übernachten wollen.“ Ein Glücksfall wäre für ihn ein WM-Halbfinale mit deutscher Beteiligung. „Dann geht es bei den Reservierungen sicher steil nach oben.“

Kai Zerr, Geschäftsführer des Gladbacher Dorint, sieht das genauso: „Bis jetzt ist die Nachfrage verhalten, aber das Turnier kann eine gewisse Eigendynamik entwickeln. Da wird sich noch was tun.“ Das Dorint plant „Steilpässe“ im hauseigenen Restaurant. „Mit Frankreich, Australien und Brasilien sind WM-Teams zu Gast, die auch kulinarisch sicherlich Volltreffer sind. Wir werden ein spezielles WM-Menü anbieten.“ Rie

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