Die Minusgrade verursachen Schlaglöcher auf vielen Straßen. Straßenkontrolleure des städtischen Bauhofs sind unterwegs, um Schäden zu begutachten und Flickarbeiten in die Wege zu leiten.

Mönchengladbach. Autofahrer, die derzeit über vielbefahrene Straßen wie die Krefelder Straße oder die Theodor-Heuss-Straße rollen, wähnen sich gelegentlich auf abenteuerlichen Buckelpisten. Schlaglöcher tun sich dort auf, die Erinnerungen an Reisen in den Ostblock der 80er Jahre wecken.

Dass sich zurzeit öfter als sonst der Straßenbelag aufweitet, hat mit der Witterung zu tun: Wegen gefrierender Feuchtigkeit reißt der Asphalt an porösen Stellen aus.

Straßenkontrolleure des städtischen Bauhofs sind unterwegs, um Schäden zu begutachten und Flickarbeiten in die Wege zu leiten. Das tun sie aber nicht nur jetzt im Winter, sondern auch in den übrigen Jahreszeiten. Bei der Stadt heißt es, dass wichtige Verkehrsadern über das ganze Jahr hinweg wöchentlich untersucht würden.

Andere, weniger befahrene Straßen würden einmal im Monat geprüft. "Die Stadt ist rechtlich verpflichtet, auf ihren Straßen für Verkehrssicherheit zu sorgen", sagt Pressesprecher Dirk Rütten. Jährlich etwa zwei Millionen Euro gibt die Stadt für die Instandsetzungs-Arbeiten aus.

Reparaturen sind im Winter schwieriger

Reparaturen seien im Winter jedoch schwieriger zu leisten als im restlichen Jahr, berichtet die Stadt. So müssen die Fachleute nicht nur warten, bis die Temperaturen über dem Nullpunkt sind. Sie müssen darüber hinaus einen speziellen Asphalt auftragen - einen, der sich auch in der Kälte verfestigt.

Das Problem: Dieser Notbelag hält nur ein paar Monate. Was zur Folge hat, dass in den warmen Monaten zusätzliche Arbeit ansteht: Dann muss er gegen den herkömmlichen Straßenasphalt ausgetauscht werden. Der hat eine weitaus längere Lebensdauer.

Die Fahrt über die Schlaglöcher kostet viele Verkehrsteilnehmer Nerven. Bei der Mietwagenvereinigung "City Car" klagt die Sprecherin Annegret Püllen-Steur: "Wenn einer unserer Fahrer eine Chemotherapie-Patientin chauffiert, dann ist das nicht angenehm, durchgeschüttelt zu werden."

Einige Taxi-Fahrer empfinden die Buckelpisten ebenfalls als störend. Uwe Tillmanns beispielsweise wünscht sich mehr Engagement von der Stadt. "Ich habe das Gefühl, dass die Stadt bislang nicht viel unternommen hat, um den kaputten Straßenbelag zu erneuern."

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