Auf die billige Art Abfall loswerden wollen zahlreiche Mönchengladbacher. Für die karitativen Sammler bedeutet das einen Verlust zu Lasten des guten Zwecks.

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Kaum sind Abfallsäcke und Sperrmüll an den Kleidercontainern entfernt, liegen auch schon die nächsten dort.

Kaum sind Abfallsäcke und Sperrmüll an den Kleidercontainern entfernt, liegen auch schon die nächsten dort.

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Kaum sind Abfallsäcke und Sperrmüll an den Kleidercontainern entfernt, liegen auch schon die nächsten dort.

Mönchengladbach. „Es ist eine Unsitte, mit der wir leben müssen“, sagt der zuständige Dezernent Peter Holzenleuchter mit resigniertem Unterton. Die Rede ist vom wilden Müll, der sich regelmäßig in der Umgebung von Sammelcontainern anhäuft.

Im Fall von Altkleidercontainern wird allerdings regelmäßig und recht schnell wieder aufgeräumt. 38 Altkleidercontainer finden sich zur Zeit im öffentlichen Straßenraum der Stadt. Sie werden von der Katholischen Arbeiterbewegung aufgestellt und mindestens einmal pro Woche von Mitarbeitern des Volksvereins, der Langzeitarbeitslose zurück in die Berufswelt bringt, geleert. Dabei wird auch der Standort gesäubert.

Das reicht nur leider nicht: Kaum ist der Müll weg, stehen die nächsten Säcke dort. Dabei droht ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro für diese illegale Art der Entsorgung.

Keinen Einfluss hat die Stadt auf das Aufstellen von Containern auf Privatgrundstücken und die dortigen Müllprobleme. Gewerbliche Sammler, die den karitativen Organisationen Konkurrenz machen, stellen auf vielen Parkplätzen und gern auch am Bahndamm Altkleidercontainer auf, denn das ist ein lukratives Geschäft.

130 Behälter gewerblicher Sammler wurden entfernt

Wie lukrativ, das zeigt sich auch an der Anzahl illegal aufgestellter Container. Rund 130 Altkleidercontainer, die ohne Genehmigung im öffentlichen Straßenraum aufgestellt wurden, hat die Stadt in den vergangenen Jahren wieder entfernt.

Da sich oft gar keine verantwortliche Firma ermitteln lässt, werden diese Container von der Stadt verkauft oder verschrottet, um die Kosten zu decken. Um das Problem der Müllablagerungen im Umfeld von Sammelbehältern ein wenig einzudämmen, hat der Umweltausschuss angeregt, Containerstandorte zusammenzulegen. Versuchsweise soll das an der Ecke Hohenzollernstraße/Künkelstraße geschehen.

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