Marcel Dassen ist an ALS erkrankt. Seine Freunde sammeln für ihn Geld, damit er sich die Behandlung leisten kann.

Marcel Dassen (l.) und Thomas Hoppen, der den Internetauftritt betreut, mit dem Spendenaufruf-Plakat. Geschäftsinhaber, die Plakate aufhängen oder Flyer auslegen möchten, können sich auf der Facebook-Seite (Gruppe Hilfe für Marcel) Vorlagen herunterladen.
Marcel Dassen (l.) und Thomas Hoppen, der den Internetauftritt betreut, mit dem Spendenaufruf-Plakat. Geschäftsinhaber, die Plakate aufhängen oder Flyer auslegen möchten, können sich auf der Facebook-Seite (Gruppe Hilfe für Marcel) Vorlagen herunterladen.

Marcel Dassen (l.) und Thomas Hoppen, der den Internetauftritt betreut, mit dem Spendenaufruf-Plakat. Geschäftsinhaber, die Plakate aufhängen oder Flyer auslegen möchten, können sich auf der Facebook-Seite (Gruppe Hilfe für Marcel) Vorlagen herunterladen.

Rick

Marcel Dassen (l.) und Thomas Hoppen, der den Internetauftritt betreut, mit dem Spendenaufruf-Plakat. Geschäftsinhaber, die Plakate aufhängen oder Flyer auslegen möchten, können sich auf der Facebook-Seite (Gruppe Hilfe für Marcel) Vorlagen herunterladen.

Mönchengladbach. „Das ist eine unglaubliche Anteilnahme“, sagt Marcel Dassen. „Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich melden und mitmachen, die mich gar nicht kennen.“ Der gebürtige Odenkirchener ist an Amyotropher Lateralsklerose, kurz ALS, erkrankt. Seine Freunde organisieren Hilfsprojekte – bisher mit überwältigender Resonanz.

ALS ist eine Erkrankung des motorischen Nervensystems: Die Nervenzellen, die für die Bewegung der Muskeln zuständig sind, werden fortlaufend irreparabel geschädigt. Durch Lähmung kommt es zu Gang-, Sprech- und Schluckstörungen. ALS gilt als unheilbar und tödlich.

„Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich melden und mitmachen, die mich nicht kennen.“

Marcel Dassen

Bei Marcel Dassen begann es mit Zuckungen im Arm und Problemen in den Beinen – dann kam die unerwartete und schockierende Diagnose. Der selbstständige Fahrlehrer, langjährige Fußballspieler und Familienvater blickte in einen Abgrund. „Ich bin jeden Tag innerlich gestorben“, erzählt er. Aber er ist niemand, der aufgibt. „Für mich zählt nur, wieder gesund zu werden“, sagt er. Und wer dem 43-Jährigen mit seiner positiven und energiegeladenen Ausstrahlung gegenüber sitzt, glaubt das sofort.

Vor einiger Zeit erfuhr er, dass es eine Stammzellen-Therapie gibt, die verspricht, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern. 15 000 Euro kostet eine einmalige Behandlung. Das rief seine Freunde auf den Plan. Das Ganze wurde professionell angegangen: Eine Webseite wurde designt, eine Facebookseite geschaffen, und viele Veranstaltungen wurden geplant.

Selbst aus China und den USA melden sich Menschen

Die Resonanz überwältigt Marcel Dassen und die Organisatoren. Vor zehn Tagen wurde die Facebookseite freigeschaltet, seitdem haben sich fast 5000 Menschen angeschlossen. Durch Spenden sind die Kosten für die erstmalige Behandlung schon fast gedeckt. „Eine solche Reaktion hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht vorgestellt“, sagt Thomas Hoppen, der den Internetauftritt betreut und Vorsitzender des Vereins „Unterstützer ALS – Zelltherapie e.V.“ ist. „Selbst in China, den USA und der Schweiz haben sich Leute angeschlossen.“ Das sei ergreifend und rührend.

Am Samstag gibt es ein Spendengrillen. Es findet im „Le Pavillion“, Martin-Luther-Platz 1, in Odenkirchen statt. Los geht’s um 18 Uhr.

Mehr Informationen zu den Spendenaktionen auf der Internetseite: hilfe-für-marcel.de

Viele haben Erfahrungen mit der Krankheit im Familien- und Freundeskreis gemacht oder sind Betroffene. „Es gibt den Menschen Mut, wenn sie sehen, dass sie nicht allein sind“, sagt Hoppen.

Von den Spenden soll auch ein Trainer bezahlt werden

Spendenpartys sind geplant, die größte soll am 13. Juli ab 21 Uhr im Kastanienhof, Krefelder Straße 765, stattfinden. Es wird kein Eintritt erhoben, sondern pro Person um eine Spende von fünf Euro gebeten. „Wir hoffen auf bis zu 1000 Gäste“, sagt Rolf Grund, einer der Organisatoren. Außerdem sind im Herbst Fußballturniere geplant.

Die Spendengelder sollen Marcel Dassen weiterhin zu Gute kommen, denn die Stammzellentherapie muss vermutlich mehrmals wiederholt werden.

Außerdem soll von den Spenden wieder ein persönlicher Trainer bezahlt werden, der mit dem Erkrankten arbeitet und so verhindert, dass die Muskulatur sich abbaut. Zunächst aber macht sich Marcel Dassen auf den Weg nach Wien, wo er sich der Therapie unterziehen wird.

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