Ein Neuwerker ist des mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs angeklagt.

Mönchengladbach. Ein 58-jähriger Mönchengladbacher muss sich demnächst vor dem Landgericht Mönchengladbach verantworten, weil er mehrfach ein 13-jähriges Mädchen aus Aschaffenburg missbraucht haben soll.

Zwischen November 2007 und Januar 2008 soll der Mann sich insgesamt sechsmal an dem Mädchen vergangen haben. Begonnen haben soll alles in einem Internet-Chatroom. Dort hatte der Mönchengladbacher die 1994 geborenen Eileen F. kennengelernt und schließlich zu sich nach Mönchengladbach eingeladen.

Seit Anfang Dezember 2007 soll das Mädchen, dessen Alter dem Angeklagten bekannt war, häufiger in seiner Wohnung in Neuwerk gewesen sein. Dort sei es dann zu sexuellen Kontakten - die Anklage spricht von massiven sexuellen Übergriffen - gekommen. Auch in einem Hotel in Aschaffenburg habe sich der Mann an dem Kind vergangen, wirft ihm die Anklage weiter vor.

Sein Alter soll er dem Mädchen gegenüber zunächst mit 18, später mit 38 angegeben haben. Gegen den mutmaßlichen Pädophilen hatte die Polizei zunächst nichts unternehmen können, da das Mädchen leugnete, Geschlechtsverkehr mit ihm gehabt zu haben.

Die 13-Jährige wurde zweimal aus seiner Wohnung geholt

Zweimal war die 13-Jährige aus der Wohnung des Mannes geholt worden, nachdem ihre Eltern sie als vermisst gemeldet hatten. Einmal blieben die beiden für vier Tage verschwunden.

Sowohl der Neuwerker als auch das Mädchen hatten zunächst bestritten, sexuellen Kontakt gehabt zu haben, beide sprachen aber von einer Liebesbeziehung. Die Polizei zweifelt daran, da der Mann während der vorgeblichen Beziehung auch weiterhin im Internet versuchte, sexuelle Kontakte zu Kindern anzubahnen. Nachdem das Mädchen damit konfrontiert worden war, dass er auch zu einer Elf- und einer Zwölfjährigen aus ihrem Freundeskreis Kontakt gesucht habe, gestand Eileen F. den sexuellen Kontakt. Der Prozess beginnt am 22. Januar vor der ersten großen Jugendkammer.

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