Jochen Keller löst Filialchef Manfred Hundt ab, der wechselt in den Vorruhestand.

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Jochen Keller und Manfred Hundt beim Stabwechsel (v.l.).

Jochen Keller und Manfred Hundt beim Stabwechsel (v.l.).

Jörg Knappe

Jochen Keller und Manfred Hundt beim Stabwechsel (v.l.).

Mönchengladbach. "Wir sind 15 Monate auf Krücken gelaufen, jetzt können wir wieder normal gehen", sagt Jochen Keller (43), der neue Chef bei Karstadt Rheydt. Und den ein oder anderen Sprint schließt der Vater dreier Kinder (darunter vier Jahre alte Zwillinge) nach dem langem wie leidigen Insolvenzverfahren nicht aus. Gemeint: Das Warenhaus will attraktiver werden.

Keller löst Manfred Hundt (62) ab. Der leitete das Cityhaus viereinhalb Jahre und war 42 Jahre beim Karstadt-Konzern tätig. "Dass die Insolvenz erfolgreich abgeschlossen wurde, freut mich ganz besonders." Es sei eine sehr schwierige Zeit gewesen, sagt Hundt und freut sich auf den Vorruhestand.

Keller, ein gebürtiger Essener und zuletzt zweiter Filialgeschäftsführer in Dortmund, kündigt für Rheydt "Veränderungen" an. Welche, das sagt er noch nicht. So wird man sich hier und da beim Angebot neu aufstellen, das ein oder andere verändern. Beispiel: Im großen Fashion-Bereich, der mehr als 50 Prozent des gesamten Sortiments ausmacht.

Zahl der Mitarbeiter soll nicht schrumpfen

Viel versprechen sich Hundt wie Keller vom neuen Innenstadtkonzept für Rheydt. Das sei für den Kernbereich "überlebensnotwendig". "Wenn die Stadt was tut, dann tut Karstadt auch etwas", betont Keller. Konkret könnten das Investitionen sein. Doch soweit sei es noch lange nicht.

Karstadt gibt es in Rheydt seit 1976, die Verkaufsfläche ist rund 10.000 Quadratmeter groß. Die Mitarbeiterzahl - derzeit 130, darunter zwei Auszubildende - soll nicht weiter schrumpfen. ba.-

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