Rosenland liefert an 400 Kunden in Europa Früchte aus. Die Firma wächst und wächst.

Manuel Rosenland, Juniorchef bei Rosenland, legt größten Wert auf frische Ware. Faule Früchte kann sich seine Firma nicht erlauben – der damit verbundene Ärger wäre zu groß.
Manuel Rosenland, Juniorchef bei Rosenland, legt größten Wert auf frische Ware. Faule Früchte kann sich seine Firma nicht erlauben – der damit verbundene Ärger wäre zu groß.

Manuel Rosenland, Juniorchef bei Rosenland, legt größten Wert auf frische Ware. Faule Früchte kann sich seine Firma nicht erlauben – der damit verbundene Ärger wäre zu groß.

Jörg Knappe

Manuel Rosenland, Juniorchef bei Rosenland, legt größten Wert auf frische Ware. Faule Früchte kann sich seine Firma nicht erlauben – der damit verbundene Ärger wäre zu groß.

Mönchengladbach. Es kommt auf die Qualität der Ware an. Deswegen stehen zwei Mitarbeiter der Firma Rosenland Fruchtimport vor einem Karton voller Mandarinen. Die sind in Beuteln abgepackt. Die beiden nehmen jeden einzelnen Beutel in die Hand und fassen die Früchte an, um zu fühlen, ob sie schön fest sind. Zudem kontrollieren sie ihr Aussehen. Anschließend legen sie die Früchte in einen anderen Karton.

"Wir machen Stichproben", erklärt Manuel Rosenland, Juniorchef von Rosenland Fruchtimport mit Sitz im Gewerbegebiet Güdderath. Hätten sie in diesem Karton faule, fleckige oder weiche Früchte gefunden, würde Rosenland die gesamte Lieferung kontrollieren und umpacken lassen. "Die Kunden würden uns wegen einer faulen Frucht eine ganze Lkw-Ladung zurückschicken", erzählt er von den Gepflogenheiten des Geschäfts.

"Verbraucherschutz steht an oberster Stelle", heißt es

Noch penibler würden Rückstände von Pflanzenschutz- und Düngemitteln kontrolliert - allerdings von "unabhängigen Büros vor Ort", wie der 30-Jährige sagt, dessen Vater Wilfried Rosenland das Unternehmen im Jahr 1974 gründete. Es sei also völlig gleichgültig, welche Höchstmengen in verschiedenen Ländern erlaubt sind. "Die werden immer bei weitem unterschritten", sagt er. Die großen Lebensmittel- und Discounterketten haben ihre eigenen Anforderungen und setzen sie durch. "Verbraucherschutz steht bei uns an oberster Stelle."

Die Kunden schreiben auch vor, wie die Ware gelagert werden muss. Ob die Kartons in vier oder fünf Lagen gestapelt werden dürfen, ob bei zwei, vier oder acht Grad plus. "Deswegen haben wir verschiedene Temperaturbereiche in unserer Halle", sagt Rosenland.

Handy zeigt Temperaturwerte aus der Lagerhalle an

Vor fünf Jahren hat die Firma die Halle in Güdderath mit 13000 Quadratmetern gebaut. Die Klimaanlagen sind in der Lage, die jeweiligen Temperaturwerte an Rosenlands Handy zu melden, mit dem er auch Korrekturen vornehmen kann.

"Zuvor hatten wir unseren Betrieb hinter dem Rheydter Hauptbahnhof" - dort, wo jetzt die Shuttle-Busse zu den Borussen-Spielen starten. "Die neue Halle ist schon wieder zu klein", sagt er. Um bis zu 5000 Quadratmeter kann der jetzige Bau erweitert werden. Aus den anfänglich zwei Mitarbeitern sind mittlerweile 60 geworden. Packer, Fahrer oder Kommissionierer würden nach den speziellen Anforderungen geschult, damit der Betrieb den Qualitätskriterien des "International Food Standard" genügt, nach dem Rosenland zertifiziert ist.

Rund um die Uhr werden an der Hanns-Martin-Schleyer-Straße 25 firmeneigene Lkw und etwa 30 Lastwagen von Fremdspediteuren beladen. Sie transportieren die Früchte an 400 Orte in ganz Europa.

Kleinere Abnehmer wie Gastronomie-Betriebe oder Markthändler decken ihren Bedarf in dem integrierten Cash- und Carry-Markt von Rosenland. Von A wie Ananas oder Austernpilze bis Z wie Zwiebel oder Zucchini kann man alles bekommen.

"Es gibt immer wieder Neues auf dem Markt", berichtet Rosenland. So hat er vor einiger Zeit Tomaten entdeckt, die klein sind wie Blaubeeren. "Die kann man Naschen - beim Fernsehen."

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