Mönchengladbach. Nicht nur rundum zufrieden präsentiert sich der Kreisverband Mönchengladbach der Kleingärtner, sondern er ist stolz auf sich und das mit Recht. In der Studie zur Zukunft des Kleingartenwesens in Nordrhein Westfalen ist Mönchengladbach gleich mehrmals positiv erwähnt worden.

 "Es ist besonders die gute Zusammenarbeit mit der Kommune, die uns hervorhebt. Es geht nur Hand in Hand mit Verwaltung und Politik und genau das praktizieren wir hier seit Jahrzehnten", betont Heinz-Josef Claßen, Vorsitzender des Kreisverbandes Mönchengladbach der Kleingärtner.

Aber nicht nur in der Studie hebt sich die Vitusstadt hervor. Auch beim in Kürze stattfindenden Internationalen Kleingärtnerkongress in Potsdam ist der Kreisverband anzutreffen. Claßen wird dort zusammen mit Doris Törkel, der heutigen Leiterin des Grünflächenamtes der Stadt Krefeld, ein Hauptreferat über die "Umgestaltung der Kleingartenanlage dargestellt am Beispiel der Anlage Neue Niers" halten.

"Wir haben damals bei laufendem Betrieb die Anlage auf einen Normalschnitt zurückgeführt", erklärt Claßen. Das heißt, während die Gärten bewirtschaftet wurden, wurden die Größen der einzelnen Parzellen von gut 900 Quadratmeter auf durchschnittlich 400 Quadratmeter verkleinert. Törkel war zu dieser Zeit die freiberufliche Landschaftsarchitektin, die das Projekt begleitete.

"Wir haben eine Power Point Präsentation vorbereitet, die wir zeigen werden", informiert Claßen. Neben diesen Highlights kann der Kreisverband auf ein gutes vergangenes Jahr zurückblicken. 52 Vereine mit insgesamt 2.866 Kleingärtnern werkeln auf einer Fläche von 1.353.301 Quadratmeter öffentlichem Grün. Die Zahl der Kleingärtner ist dabei stabil geblieben. Es gebe weder Rückläufe, noch Mehrbedarf, bemerkt Claßen. Ein leidiges Thema ist nach wie vor der Einbruch.

Allein 2008 kam es zu 111 gemeldeten Vorfällen. Steigende Tendenz verzeichnet auch der Vandalismus. "Wir möchten aber nichtsdestotrotz die Anlagen für alle Menschen offen halten", betont Claßen. Erfreut zeigt er sich darüber, dass der Alterdurchschnitt der Kleingärtner unter dem der Stadt Mönchengladbach liegt. 12,6 Prozent aller Kleingärtner bewegen sich so in der Altersstufe der 25- bis 39-Jährigen.

"Wir sind auffallend jung in Mönchengladbach", schmunzelt Claßen. Auch im vergangenen Jahr zeigte sich die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Besonders im Bereich Darlehen für Gartenübernahmen und Laubenbau, die die Stadt über den Kreisverband gewährt. 28 Darlehen in einer Größenordnung von 42.000 Euro kamen zustande. 25 davon für den Bereich der Gartenübernahme und drei für den Laubenbau.

"Durch diese zinsfreien, auf zehn Jahre angelegten Darlehen erreichen wir gerade die Menschen, für die die Kleingärten eigentlich auch bestimmt sind", sagt Claßen. Fleißig sind die Kleingärtner in Sachen Gemeinschaftsarbeit. Jeder arbeitete rund 40 Arbeitstunden für die Stadt und investierte damit umgerechnet 1.691 Euro in die Pflege des städtischen Grüns. In Mönchengladbach herrscht ein Geben und Nehmen.

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