Mit Schwertkämpfern, Feuerspuckern und Händlern lockte das Spektakel in die Wallanlagen und den Spelunkenhof.

Mit Lanzen, Schwertern und bloßen Fäusten langten die Stuntmen der Truppe Compania Ferrata zu und machten damit das Ritterfest im Schloss Rheydt zu einem noch bunteren Mittelalter-Spektakel.
Mit Lanzen, Schwertern und bloßen Fäusten langten die Stuntmen der Truppe Compania Ferrata zu und machten damit das Ritterfest im Schloss Rheydt zu einem noch bunteren Mittelalter-Spektakel.

Mit Lanzen, Schwertern und bloßen Fäusten langten die Stuntmen der Truppe Compania Ferrata zu und machten damit das Ritterfest im Schloss Rheydt zu einem noch bunteren Mittelalter-Spektakel.

Jörg Knappe

Mit Lanzen, Schwertern und bloßen Fäusten langten die Stuntmen der Truppe Compania Ferrata zu und machten damit das Ritterfest im Schloss Rheydt zu einem noch bunteren Mittelalter-Spektakel.

Mönchengladbach. Genau so stellt man sich einen mittelalterlichen Markt vor. So, wie beim Ritterfest am Wochenende auf Schloss Rheydt, bei dem die Wege um den Konzerthof, im Arkadenhof, auf den Wallanlagen und im Spelunkenhof dicht gedrängt sind.

Wie alles in einander fließt, die Mönche mit den Kutten über den Bäuchen, die Händler, die ihre irdenen Waren, ihren Schmuck und ihren Tand feilhalten. Wie die Bauern ihre Tiere in den Ferchen halten. Wie die Mütter in den groben Gewändern ihre Kinder auf der Hüfte tragen, wobei der Nachwuchs allerdings am ganz normalen Schnuller nuckelt.

Sklavenhändler und Gaukler mischen sich unters Volk

Wie Landsknechte eine dahergelaufene Maid in der Schandgeige hinter sich her ziehen und den Wirten als Sklavin anbieten. Wie Tamino der Gaukler ganz im Stile Till Eulenspiegels erst seinem Publikum auf der Nase herumtanzt, bis es ihm das Seil spannt, auf dem er dann jongliert. Wie in der Arena die Recken auf ihren Pferden die Schlacht von Worringen nachstellen.

Dazu der betörende Duft nach Ferkeln, die an einem Spieß über dem Feuer drehen, von Knoblauchbrot, Spezereien und Popcorn.

Ein noch größeres Heerlager und viel Platz für die Stunt-Truppe

Entsprechend strahlend ist auch das Gesicht von Peter Schlipköter, Chef der städtischen Marketinggesellschaft MGMG, als Veranstalter. „Seit wir das Fest vor vier Jahren übernommen haben, hat es eine gute Entwicklung gemacht“, sagt er. Bis dahin veranstaltete hier die Burg Satzvey ein Renaissancefest.

„Mir war nicht bewusst, wie groß die Mittelalterszene ist“, gibt Schlipköter zu. Man habe 120 Kilometer im Umkreis plakatieren lassen. „Und aus all‘ diesen Regionen sieht man Autokennzeichen auf dem Parkplatz.“

In diesem Jahr wurde das Konzert am Samstagabend wieder in den Innenhof verlegt. „Deswegen kann das Heerlager großzügiger aufgebaut werden und eine Arena für die Stunt-Truppe Compania Ferrata findet Platz.“

Er hält die Mischung aus Showelementen und Markt für den Garanten des Erfolgs. „Wir achten auf Qualität. Und gestalten gleichzeitig die Eintrittspreise moderat.“ Erwachsene zahlten zehn Euro für die Tageskarte, Kinder drei. „Damit ist der Besuch hier günstiger als einmal Harry Potter im Kino.“

Seine Mitarbeiter hatten seit Dienstag das Gelände vorbereitet. „Die haben hier teilweise auch in Wohnwagen geschlafen“, lobt er. Das Ergebnis von am späten Sonntagnachmittag über 10 500 Besuchern wird auch sie gefreut haben. Schlipköters Bilanz: „Das Ritterfest um das Turnier zu ergänzen, hat es wirklich gebracht.“

Eine Fotogalerie mit Bildern des Ritterfestes finden Sie auf der Internet-Seite der WZ.

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