88-Jährige aus Güdderath wurde Opfer der Masche.

Weil Anni Kopp jeden Tag die Zeitung liest, ist sie über kriminelle Machenschaften informiert. Trotzdem: Dass Trickdiebe mit Blumensträußen erscheinen, hat auch sie überrascht. Am vergangenen Freitag klingelte eine Frau bei ihr mit einem großen Rosengebinde. Die Blumen, so erklärte die Fremde in gebrochenem Deutsch, solle sie bei ihr abgeben. Als die 87-Jährige fragte, von wem der Strauß denn sei, zeigte die Besucherin ihr eine E-Mail-Adresse. Anni Kopp erklärte daraufhin, dass sich die Frau vertan habe. Aber die Fremde begann plötzlich von der Wohnung zu schwärmen und riss Türen und Schubladen auf. „Da war es mit meiner Höflichkeit vorbei“, sagt Anni Kopp.

Sie will andere Menschen vor dieser perfiden Masche warnen. Doch für eine 88-jährige Frau aus Güdderath ist es leider schon zu spät. Sie wurde am Montag Opfer dieses Tricks. Wie die Polizei gestern mitteilte, klingelte gegen 13.55 Uhr eine Unbekannte an der Tür ihrer Wohnung an der Ursulinengasse. Auch diese Frau gab vor, einen Blumenstrauß überreichen zu wollen. Nachdem sie sich so Zutritt in die Wohnung verschafft hatte, ging sie bewundernd und euphorisch durch alle Räume. Erst als die Fremde wieder verschwunden war, fiel der 88-Jährigen auf, dass Schmuck aus ihrem Schlafzimmer fehlte.

Die Diebin wird wie folgt beschrieben: etwa 50 Jahre alt und circa 1,75 Meter groß. Sie hatte dunkle Haare und war dunkel gekleidet. Die Frau hatte einen auffällig großen Strauß Rosen dabei, den sie mit der Begründung, dass sie sich bei der Empfängerin vertan habe, wieder mitnahm. Die Polizei sucht Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder möglicherweise ebenfalls aufgesucht wurden. Hinweise dazu an Telefon 02161/290.

Im Juni hatte ein Mann mit einer Keksdose bei einer Rheydterin geklingelt. Der Fremde erzählte der Seniorin, er solle von seiner Frau die Kekse als nette Geste vorbeibringen. Am Ende fehlte das Portemonnaie der Seniorin.

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