Staatsanwaltschaft und Polizei haben Gewissheit, dass es sich bei dem Toten um den 17-jährigen M. handelt.

Nun gibt es keinen Zweifel mehr. Der Junge, der tot in einem Baum auf einem Windberger Grundstück gefunden wurde, ist der 17-jährige M. Polizei und Staatsanwaltschaft gaben gestern die Ergebnisse der DNA-Analyse bekannt, mit der die eindeutige Identifizierung gelang.

Todeszeitpunkt kann nicht mehr ermittelt werden

Damit sind die Ermittlungen zu dem tragischen Todesfall jetzt abgeschlossen. Ein Fremdverschulden gibt es nicht. Der 17-Jährige M. erfror oder starb an einer Überdosis an Medikamenten oder Drogen. Ganz genau konnten die Rechtsmediziner dies nicht mehr herausfinden, denn die Leiche blieb zu lange unentdeckt. Deshalb könne auch der genaue Todeszeitpunkt nicht mehr ermittelt werden.

Mitarbeiter des Jugendamtes hatten M. zuletzt im Januar gesehen. Kurz danach wurde ein Sicherungshaftbefehl gegen ihn ausgestellt. Der 17-Jährige hatte gegen Bewährungsauflagen verstoßen: Er sollte sich, wie so oft schon, in Therapie begeben. 17 Sitzungen waren für ihn angesetzt. Doch er erschien nicht. Der Jugendliche hatte sich nach seinen traumatischen Erlebnissen immer mehr zurückgezogen.

Der Vater, der, wenn er Alkohol trank, gewalttätig wurde, tötete 2014 die Mutter mit 33 Messerstichen. M, warf sich dazwischen, wurde selbst lebensgefährlich verletzt, zwei Messerstiche drangen tief in seine Lunge. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt kam er ins Heim. Im Gefängnis brachte sich der zu zwölf Jahren Haft verurteilte Vater um. Marc galt zuletzt als obdachlos. Betreut wurde er von Streetworkern, wenn sie den 17-Jährigen denn fanden. M. kletterte öfter auf Bäume, schlief auf Dächern. Er hätte jederzeit in einer pädagogischen Einrichtung Unterkunft finden können. Aber das wollte er nicht.

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