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Gesucht wird der 23-jährige Iraker Shaho Rzkar.

Gesucht wird der 23-jährige Iraker Shaho Rzkar.

Polizei Mönchengladbach

Gesucht wird der 23-jährige Iraker Shaho Rzkar.

Mönchengladbach. Im Zusammenhang mit der Tötung des 34-jährigen Autoaufbereiter Ali Afshari fahndet die Polizei nach dem 23-jährigen Iraker Shaho Rzkar, zuletzt wohnhaft an der Alsstraße in Mönchengladbach. "Wir haben keinerlei Zweifel daran, dass der von uns gesuchte Mann die Tat begangen hat", sagt Gerd Hoppmann, Leiter der Mordkommission. Der zuständige Staatsanwalt Stefan Lingens hat beim Amtsgericht einen Haftbefehl wegen Mordes beantragt, der vom Gericht auch erlassen wurde.

Nach dem aktuellen Ermittlungsstand der Polizei hat sich bestätigt, dass der Autoaufbereiter Ali Afshari, der tot in seiner Werkstatt an der Hindenburgstraße 303 gefunden worden war, am Dienstag, 9. November, getötet worden war. Es meldete sich ein Zeuge, der noch am Nachmittag mit ihm telefoniert hatte.

Der Autohändler hatte ein Fahrzeug von dem als sehr zuverlässig bekannten Mönchengladbacher aufbereiten lassen. Entgegen der Vereinbarung brachte dieser das Fahrzeug aber nicht vorbei, so dass der Zeuge gegen 19.20 Uhr versuchte, Afshari zu erreichen. Als das nicht gelang, fuhr er zum Betriebsgelände. Hier stand sein Wagen fertig aufbereitet vor dem Hof. Telefonisch meldete sich nun ein junger Mann mit dem Telefon des Opfers, der dem Zeugen zwar nicht mit Namen aber als Gelegenheitsaushilfe des Opfers bekannt war. Dieser junge Iraker kam kurze Zeit später aus der Werkstatt und übergab dem Zeugen den Fahrzeugschlüssel, so dass dieser nicht weiter nachfragte.

Vermutlich war das Opfer zu diesem Zeitpunkt schon tot oder nicht mehr in der Lage sich zu melden, glauben Polizei und Staatsanwaltschaft. Danach sei kein Lebenszeichen des Opfers mehr bekannt. Auch andere Zeugen bestätigten, in letzter Zeit einen jungen Iraker als Aushilfe bei dem Opfer gesehen zu haben.

Inzwischen wurde auch der Inhalt des am 10. November in Bonn sichergestellten Ford Transit des Toten ausgewertet. Hierin befanden sich ein Motocross-Motorrad, ein Notebook und weitere Gegenstände, die der Täter nach Ansicht der Ermittler mitgenommen hatte, um sie zu veräußern. Darüber hinaus fanden sich persönliche Gegenstände und Unterlagen, aus denen sich Hinweise auf den 23-jährigen Tatverdächtigen ergaben. Den Mann, der von dem Zeugen zuletzt an der Werkstatt gesehen worden war. Im Fahrzeug wurden laut Polizei weitere Gegenstände gefunden, die einen dringenden Tatverdacht gegen Rzkar begründen.

Mit Hochdruck fahndet die Mordkommission nun nach dem 23-Jährigen. Vor seiner Wohnung stapelte sich die Post und er wurde von den Nachbarn seit Tagen nicht mehr gesehen.

Der Iraker war im März 2008 als Asylbewerber nach Deutschland gekommen und hatte zunächst im Asylbewerberwohnheim in Hückelhoven gewohnt. In Mönchengladbach hatte er das Opfer vermutlich in einer Sprachenschule kennengelernt.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Gesuchte am 10. November ein bei dem Opfer entwendetes Mobiltelefon in einem An- und Verkaufsgeschäft an der Kölnstraße in Bonn zum Verkauf anbot. Hierbei wurden seine Personalien registriert. Das An- und Verkaufsgeschäft befindet sich nur wenige hundert Meter von dem Abstellort des Ford Transit entfernt. "Wir gehen davon aus, dass Freunde oder Bekannte des Täters in Bonn im Bereich der Heerstraße wohnen und dass er sich dort in der Nacht nach der Tat aufgehalten hat", teilte Hoppmann mit. Daher fahndet die Mordkommission auch in Bonn intensiv und hängt am Mittwoch Plakate des Gesuchten mit Lichtbild auf.

Für Hinweise die zur Ermittlung und Ergreifung des Täters führen wurde von der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach eine Belohnung in Höhe von 3000 Euro ausgesetzt.

Hinweise werden erbeten an die Mordkommission "Afshari" in Mönchengladbach unter Telefon 02161-290 oder jede andere Polizeidienststelle.

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