Torsten Terhorst gibt überraschend den Weg frei für den umstrittenen Rolf Besten.

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Torsten Terhorst (29), Mitglied der Jungen Union und Widersacher Bestens, tritt gegen den CDU-Fraktionschef nicht mehr an.

Torsten Terhorst (29), Mitglied der Jungen Union und Widersacher Bestens, tritt gegen den CDU-Fraktionschef nicht mehr an.

Jörg Knappe

Torsten Terhorst (29), Mitglied der Jungen Union und Widersacher Bestens, tritt gegen den CDU-Fraktionschef nicht mehr an.

Mönchengladbach. Noch im Dezember-Interview mit der WZ fuhr Torsten Terhorst (CDU; 29) schwere Geschütze gegen CDU-Fraktionschef Rolf Besten auf. Der müsse politisch weg, wollten die Christdemokraten endlich einen Neubeginn aus Transparenz und mehr Glaubwürdigkeit wagen. Terhorst war es auch, der Besten bei der Aufstellung der Stadtratsbewerber in der CDU Nord eine herbe Schlappe beifügte. Der angehende Jurist, der sich gerne als Freizeit-Model für Unterwäsche präsentiert, wurde von den Mitgliedern mit deutlicher Mehrheit gewählt. Und nicht Besten.

Post spricht von einer "vernünftigen Lösung"

Seit Diesntagabend scheint nun Vieles anders zu sein. CDU-Parteichef Norbert Post teilte der WZ mit, dass Terhorst nicht mehr gegen den Eickener Unternehmer Besten antreten werde. Auf die Frage nach dem Warum, sagt OB-Kandidat Post: "Es hat viele Gespräche gegeben. Das ist eine vernünftige Lösung."

Tatsächlich gab es am Dienstag sehr viele Gespräche. Zum genauen Inhalt äußern sich auch Besten und Terhorst nicht.

Was Post aber noch sagte: Für den 29-Jährigen sei die erwähnte "vernünftige Lösung" im Interesse seines "beruflichen Fortkommens". Terhorst arbeitet derzeit im Anwaltsbüro des CDU-Politikers Dieter Breymann.

Terhorst soll Brandts ablösen

Nach von Post bestätigten WZ-Informationen wird Terhorst "Huckepack-Kandidat" von Reiner Brandts. Der dafür vorgesehene Politiker, Matthias Johnen, verzichte. Kommt Brandts in den neuen Stadtrat - und davon ist auszugehen - löst Terhorst ihn Mitte der Legislaturperiode (2011) ab.

In der Jungen Union, wo der Widerstand gegen Besten zuletzt immer größer wurde, reagierte man mit Verwunderung. JU-Chef Daniel Bauer: "Wir bleiben bei unserer Linie, aber ich muss mich über die neue Situation auch erst einmal informieren."

Am 13. Januar wählen die Delegierten ihr Kandidatenteam - unter anderem für den neuen Rat. Terhorst ist dann nicht mehr gesetzt, obwohl es die Mitglieder im Nord-Bezirk so wollten.

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