Schlagzeuger Dominik Lang besucht mit seinen Instrumenten Grundschüler. Das Mitglied der Sinfoniker hat die Patenschaft für die Kinder in Hockstein übernommen.

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Dominik Lang und Renate Schlaud-Groll beim Musikunterricht in der Gemeinschaftsgrundschule Hockstein.

Dominik Lang und Renate Schlaud-Groll beim Musikunterricht in der Gemeinschaftsgrundschule Hockstein.

Dominik Lang und Renate Schlaud-Groll beim Musikunterricht in der Gemeinschaftsgrundschule Hockstein.

Mönchengladbach. Diesmal hat Dominik Lang nicht so viele Instrumente mitgebracht. Der Schlagzeuger der Niederrheinischen Sinfoniker ist Pate der zweiten Klassen der Gemeinschaftsgrundschule Hockstein und ist bereits zur zweiten Stunde da. "Beim ersten Mal hatte ich Pauken, ein Xylophon, Trommeln und Becken dabei. Wir brauchten zwei Kombis, um die zu transportieren", erinnert er sich. Damals hat er den 26 Schülern von Martina Karabin unter anderem gezeigt, wie ein Trommelwirbel funktioniert.

Die Kinder erfahren, wie Komponisten Geschichten erzählen

Diesmal hat er nur wenige Trommeln, Rasseln und Holzblöcke dabei, dafür aber seine Kollegin Renate Schlaud-Groll mitgebracht, und die wiederum drei ihrer Querflöten. Damit zeigen sie den Kindern, wie Komponisten es schaffen, Geschichten zu erzählen. Das Stück über den Wassermann von Jan Paul Nagel, einem deutschen Komponisten aus der Lausitz, einer Gegend mit vielen Bächen, Mooren, Tümpeln. "Traurig" habe die Flöte geklungen, sagt Grundschüler Henning anschließend, und alle anderen stimmen ihm nickend zu. Manche haben in den Rasseln rauschendes Wasser gehört, andere empfanden den Ton der Holzblöcke wie Wassertropfen. "Und der letzte Ton war ein Seufzen", gibt Dominik Lang zu bedenken.

Renate Schlaud-Groll spielt "alle meine Entchen" in verschiedenen Tonleitern und zunächst sind sich alle einig: "Lustig" titulieren sie die Dur-Tonleiter, "traurig" die in Moll.

Es gibt solche, die klingen irgendwie indisch, und das nächste Stück nimmt die Kinder mit zu einem Schlangenbeschwörer. Danach geht es zu einem chinesischen Krieger, der als Hirte auf die Steppe verbannt wurde und schließlich gibt es noch zwei Stücke der amerikanischen Indianer. Wie anders die Rassel bei den kriegerischen Navajos klingt, "wie eine Klapperschlange", oder bei den Krähenindianern. "Das war ein Freudentanz", sagt ein Mädchen. Schließlich ist die Zeit viel zu schnell vorbei und Dominik Lang verspricht, wiederzukommen. "Dann bringen wir euch ein Stück mit über die Erschaffung der Welt."

Einzelne Musiker der Niederrheinischen Sinfoniker übernehmen Patenschaften in Schulen und führen Kinder und Jugendliche über eine Vorstellung ihrer Instrumente bis zu einem Proben- oder Konzertbesuch.

Die Initiative kam von Soloposaunist Berten Claeys, der 2008 zwei Klassen einer Krefelder Hauptschule als Pate übernahm.

Schlagzeuger Dominik Lang übernahm die zweiten Klassen der Gemeinschaftsgrundschule Hockstein, in denen auch seine Tochter Fiona unterrichtet wird.

Für dieses Schuljahr sind alle Patenschaftstermine vergeben. Stephanie Riemenschneider informiert: Tel. RY 6151 118

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