Ein 28-jähriger Unfallfahrer muss wegen Mordes in Untersuchungshaft. So lautet das zentrale Ergebnis der Haftprüfung nach dem illegalen Autorennen mit einem Toten in Mönchengladbach, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montagnachmittag bekannt gaben.

Ein Polizist untersucht  ein Autowrack an der Unfallstelle.
Ein Polizist untersucht ein Autowrack an der Unfallstelle.

Ein Polizist untersucht ein Autowrack an der Unfallstelle.

Stephan Schellhammer

Ein Polizist untersucht ein Autowrack an der Unfallstelle.

Mönchengladbach.  Ein 28-jähriger Unfallfahrer muss wegen Mordes in Untersuchungshaft. So lautet  das zentrale Ergebnis der Haftprüfung nach dem illegalen Autorennen mit einem Toten in Mönchengladbach, wie Staatsanwaltschaft  und Polizei Mönchengladbach am Montagnachmittag bekannt gaben. Zwei weitre Beschuldigt, ein 22-Jähriger und ein 25-Jähriger, wurden wieder entlassen. Sie erwarten aber Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung. Am Montagvormittag hatte die Polizei gemeldet, nunmehr drei mutmaßliche Raser festgenommen geonommen zu haben  Staatsanwaltschaft und Polizei werteten "die Tat  als Mord".

Laut Polizei sind die Ermittlungen umfangreich. Unter anderem werden Videoaufnahmen ausgewertet. «Zeugen berichten, dass die Fahrer immer wieder versuchten, sich gegenseitig zu überholen», hatte Polizeisprecher Jürgen Lützen gesagt.

Auf einer vierspurigen Straße, auf der nur Tempo 40 gefahren werden darf, soll der 28-Jährige mit überhöhter Geschwindigkeit auf die Fahrbahn des Gegenverkehrs gefahren sein. Dort wollte ein 38 Jahre alter Mann die Straße überqueren. Der Fußgänger wurde beim Zusammenprall mit dem Auto so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Am Montag waren auf der Fliethstraße noch die Markierungen der Spurensicherung zu sehen. Ein Holzkreuz, Blumen und Kerzen erinnern an den Tod des Mannes.

Justizminister Heiko Maas (SPD) hat unterdessen erneut härtere Strafen gegen Teilnehmer solcher Straßenwettkämpfe gefordert. «Das sind keine Bagatellen, das muss härter geahndet werden», sagte Maas der «Rheinischen Post». «Angesichts der Entwicklung auf unseren Straßen halte ich es für vernünftig, dass wir rasch gesetzlich reagieren», betonte er.  Zuvor hatte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) schärfere Strafen gefordert.

In der Vergangenheit hat es in Deutschland immer wieder schwere Unfälle bei illegalen Autorennen gegeben. An diesem Montag beginnt in Saarlouis im Saarland der Prozess um ein mutmaßliches illegales Rennen, bei dem eine 14-Jährige ums Leben gekommen war. (Red/dpa)

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