Noch fehlen ein paar Sträucher, damit alles dem Lebensraum Wald ähnlicher wird.

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Einer der Füchse erkundet sein noch etwas neues Revier.

Einer der Füchse erkundet sein noch etwas neues Revier.

Jörg Knappe

Einer der Füchse erkundet sein noch etwas neues Revier.

Mönchengladbach. Den Füchsen geht es gut. Ganz entspannt liegt ein Weibchen in einem ausgehöhlten Baumstamm und sieht neugierig zu, wie Tiergarten-Leiter Norbert Oellers näher kommt; bis auf 30 Zentimeter, ohne dass es zu einem panikartigen Ausbruch kommt.

Das Wildtier fühlt sich nicht in die Enge gedrängt. "Man merkt, dass es den Tieren gut geht", sagt Oellers zum Verhalten des Rotrockes. Er hat zusammen mit drei seiner Artgenossen vor einer Woche ein neues Gehege bezogen, das ihnen einen Lebensraum bietet, der ihrem natürlichen nachempfunden wurde.

Es gibt für die beiden Pärchen getrennte unterirdische Baue. Vor Tageslicht geschützt und nur schwach beleuchtet, bietet eine Scheibe Besuchern Einblick in die Vorkammer der Rückzugsräume.

Aus jedem der Eingänge lugt eine lässig hingelegte, buschige Lunte hervor - so nennt man den Schwanz des Fuchses. "Wahrscheinlich haben die heute schon genügend Besucher gesehen", vermutet Oellers, "und sich jetzt zurückgezogen." In dem neuen Gehege kommen die Tiere für Besucher eben nicht immer zum Vorschein. "Füchse sind eben in der Dämmerung und in der Nacht aktiv und schlafen am Tag lieber", sagt Norbert Oellers. Jetzt rennen sie nicht mehr wie wahnsinnig am Zaun auf und ab.

Seit der Gründung des Gladbacher Tiergartens ist der Fuchs sein Wappentier und hier zuhause. Doch bisher gab es niemals Nachwuchs. "Das könnte sich jetzt ändern", spekuliert Oellers. Neugierig kommt eines der Tiere auf ihn zu, schnuppert an seinen Fingern. Es hat einen dicken Pelz und ist gut im Futter.

Mit der Zeit sollen in dem 130 Quadratmeter großen Gehege weitere Sträucher gepflanzt werden. "Damit es ähnlich wird, wie im Wald", sagt Oellers. Auch das Laub lässt man zwischen den Steinen liegen.

48000 Euro hat der Umbau des Geheges gekostet und 13 Monate gedauert. Der Boden ist durch unterirdisch verlegte Eisenmatten und Weidezaungeräte oben auf dem Gatter gegen "Ausbrecher" gesichert. boe

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