Bauchredner Sascha Grammel bot im Kunstwerk Wickrath beste Unterhaltung.

COMEDY
Bauchredner Sascha Grammel und seine „Gesprächspartner“.

Bauchredner Sascha Grammel und seine „Gesprächspartner“.

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Bauchredner Sascha Grammel und seine „Gesprächspartner“.

Mönchengladbach. Wenn es jemanden gibt, der beim deutschen Publikum dem Bauchreden zu einer Renaissance verhilft, dann ist das Sascha Grammel. Zu seiner „Solo“-Show „Hetz mich nicht“ im restlos ausverkauften Kunstwerk brachte er gleich drei Puppen mit: den „waschechten Hamburger“ Professor Dr. Peter Hacke, Frederic Freiherr von Furchensumpf, eine vorlaute Mischung aus Adler und Fasan, sowie die liebenswerte Geldautomat-Schildkröte Josie.

Im Publikum ist die Begeisterung schon vor der Show groß

Doch bevor Grammel mit seinen skurrilen „Gesprächspartnern“ das Programm beginnt, testet er erst einmal mit dem Generationen übergreifenden Publikum drei Applausstufen. Mit hörbarem Erfolg: die Begeisterung und Vorfreude bei Kindern und Erwachsenen ist riesig. Kurz darauf bastelt sich der blonde Wuschelkopf aus Berlin-Spandau seine eigene Form der Begrüßung – per Hut mehrsprachig international.

Nicht ganz so verspielt setzt der 37-Jährige seine Hände bei der ersten Figur, dem Ökotrophologen in Hamburger-Gestalt, ein, bewegt Augen, Arme und Mund zum wenig weisen, dafür komischen Gespräch im „Dienste der Wissenschaft“. Nachdem der Puppenspieler dann flugs ein Ballontierchen hervorzaubert, liefert er sich schließlich witzige Wortgefechte mit dem „adeligen“ Punk Frederic.

Die Zuschauer lauschen amüsiert dem Duo Mensch-Puppe und genießen den selbstironischen Spaß in vollen Zügen. Nach der Pause kommt auch die dritte Figur, die Schildkröte, zu ihrem Auftritt. Dieses schüchterne Tier ist bei Grammel mehr als nur ein außergewöhnlicher Geldautomat. Josie bietet hautnahen Kundenservice und einen Tresor mit Minibar.

Wie Bauchreden an menschlichen Figuren funktioniert, zeigt der Puppet-Comedian am Schluss seiner Darbietung. Dazu holt er sich zwei Zuschauer auf die Bühne und lässt sie beide „sein“ beeinflusstes Gespräch führen – zum Schreien komisch. Begleitet von stehenden Ovationen verzaubert Grammel als Zugabe noch das Publikum mit einem tierischen Schattenspiel.

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