Am Samstag feiert ein neues Stück um den Generationenkonflikt im Nordpark Premiere.

Rosemarie Weber (hinten), Adrian Linke, Anja Barth und Frank Burkhard können im Stück „Heuschrecken“ nicht mit und nicht ohne einander.
Rosemarie Weber (hinten), Adrian Linke, Anja Barth und Frank Burkhard können im Stück „Heuschrecken“ nicht mit und nicht ohne einander.

Rosemarie Weber (hinten), Adrian Linke, Anja Barth und Frank Burkhard können im Stück „Heuschrecken“ nicht mit und nicht ohne einander.

Matthias Stutte

Rosemarie Weber (hinten), Adrian Linke, Anja Barth und Frank Burkhard können im Stück „Heuschrecken“ nicht mit und nicht ohne einander.

Mönchengladbach. Diese Heuschrecken zerstören nicht die Ernte. Die aus dem gleichnamigen Stück der Serbin Biblijana Srbljanovi, das am Samstag im Tin Premiere hat. Diese Heuschrecken fallen übereinander her und sind insofern auch eine Plage. Irgendwie können die elf Menschen nicht ohne einander und nicht miteinander.

Zunächst werden sie im Stück nur einzeln vorgestellt - und dann prallen sie bei einer Gartenparty aufeinander und es kommt zum Show-Down. Schonungslos rechnen sie miteinander ab, jeder hat dem anderen etwas vorzuwerfen und sie machen sich fertig. "Das alles wird mit schwarzem Humor erzählt, bitter-böse und super traurig", sagt Dramaturgin Ulrike Brambeer.

"Es geht um den Generationen-Konflikt, um Einsamkeit und ums Älterwerden", erzählt Petra Förster, die die Rolle der Zana spielt, einer Ärztin um die 50, deren Mutter plötzlich bei ihr einzieht und sie vor eine innere Zerreißprobe stellt. Diese alte Dame wird gespielt von Rosemarie Weber, einem früheren Ensemblemitglied.

Auch Frank Burkhard ist wieder dabei. Er spielt Javi, den Vater von Fredi (ein erblondeter Adrian Linke) und Dada (Anja Barth), die ihn an einer Autobahnraststätte aussetzen wollen.

"Man kann bei diesem Stück darüber nachdenken, wie man selbst mit dem Alter umgeht, wie man mit seinen Eltern umgeht", sagt Schauspieler Christopher Wintgens über die Nebenwirkung, die das Stück haben kann. Er spielt Milan "den eigentlich keiner leiden kann", wie Wintgens erzählt.

Regisseurin Petra Luisa Meyer fügt in die Inszenierung ein erzählerisches Moment ein. Schauspieler, die gerade nicht in Dialogen beschäftigt sind, sprechen als Chor die Regieanweisungen der Autorin.

Premiere von "Heuschrecken" von Biblijana Srbljanovic ist am Samstag, 20. Februar, 20 Uhr im TiN. Karten unter MG 61 51 100.

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