Am Donnerstag begannen die Reitprüfungen im Gladbacher Pferdezentrum. 190 Zwei- und 450 Vierbeiner gehen an den Start.

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Oliver Oelrich und sein Pferd siegten bei der Dressurprüfung Klasse L. ( Knappe)

Oliver Oelrich und sein Pferd siegten bei der Dressurprüfung Klasse L. ( Knappe)

Oliver Oelrich und sein Pferd siegten bei der Dressurprüfung Klasse L. ( Knappe)

Mönchengladbach. Der Name passt nicht ganz: White Valentinos Fell strahlt fuchsrot in der Morgensonne, nur die Beine des fünfjährigen Hengstes sind weiß. Doch das stört niemanden der Zuschauer, als er mit seinem Reiter Detlef Kluth über den Sandplatz trabt: Alle Augen sind auf die grazilen Bewegungen des Pferdes gerichtet, das zur Musik zu tanzen scheint. "Der Trab ist sehr schwungvoll, das ist gut", lobt Turnierleiter Ilja Waßenhoven, der Pferd und Reiter von der Tribüne aus beobachtet.

Mehr als 20 Spring- und Dressurprüfungen

Die Dressurprüfung für fünfjährige Pferde mit Qualifikation zum Bundeschampionat bildete am Donnerstag den Auftakt des Wickrather Schlossparkturniers des Reit-, Zucht- und Fahrvereins. Zum 23. Mal kommen an diesem Wochenende Zwei- und Vierbeiner aus ganz Deutschland ins Mönchengladbacher Reitsportzentrum, um sich in mehr als 20 Dressur- und Springprüfungen bis zur höchsten Klasse zu messen. Auch aus dem Ausland sind Pferdefreunde zu Gast. "Wir haben viele sportliche Höhepunkte im Programm. Für Fans des Springsports steht am Sonntag der Große Preis auf dem Plan. Wer elegante, grazile Dressurprüfungen mag, sollte die Flutlichtkür am Samstagabend nicht verpassen. Die Atmosphäre ist einzigartig", sagt Waßenhoven.

Dass dabei Spitzenreiterin Isabell Werth wegen ihres Doping-Verdachts und ihrer Schwangerschaft nicht an den Start geht, bedauert Waßenhoven zwar, aber er verspricht: "Wir haben andere Promi-Reiter hier." Emma Kindl, amerikanische Dressurreiterin, zeige beispielsweise ihr Können. "Wir freuen uns auf Georgina Bloomberg, die Tochter des Bürgermeisters von New York", ergänzt er.

Schärfere Doping-Kontrollen nach dem Fall Werth

Wegen dem Fall Werth habe die Doping-Kontrolle in Wickrath in diesem Jahr verschärft, sagt Waßenhoven: "Wir wollen damit ein Zeichen setzen und nur fairen Reitsportlern eine Chance geben."

Das meist trockene, nicht zu warme Wetter am ersten Turniertag ließ Waßenhoven und die Teilnehmer positiv aufs Wochenende blicken. "Fürs Reiten ist das genau richtig. Ich hoffe, dass es so bleibt. Dann erwarten wir bis zu 20 000 Zuschauer", sagt er. 450 Pferde und 190 Reiter hätten sich für die Prüfungen angemeldet.

Da verstummt die Musik, und unter dem Applaus der Zuschauer verlassen Detlef Kluth und White Valentino den Sandreitplatz. Kluth strahlt übers ganze Gesicht und klopft seinem Pferd liebevoll den Hals. "Er war heute etwas unkonzentriert und abgelenkt, aber ich bin trotzdem stolz darauf, so ein tolles Pferd zu haben und zu zeigen, war wir zusammen drauf haben. Das macht viel Spaß", sagt er. Für die Platzierung zum Bundeschampionat habe es aber nicht gereicht. "Ich bin mit einer Siebener-Note bewertet worden, man braucht mindestens eine Acht", so Kluth.

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