Groovey Math-nat: Beim Square Dance im Gymnasium gibt der Caller den Takt vor.

Schwungvoll nach Kommando: Ilona Sieben und Partner Kristian Stöcklein sind begeisterte Square Dancer.
Schwungvoll nach Kommando: Ilona Sieben und Partner Kristian Stöcklein sind begeisterte Square Dancer.

Schwungvoll nach Kommando: Ilona Sieben und Partner Kristian Stöcklein sind begeisterte Square Dancer.

Knappe

Schwungvoll nach Kommando: Ilona Sieben und Partner Kristian Stöcklein sind begeisterte Square Dancer.

Mönchengladbach. "Swing your lady”, ruft der Caller in sein Mikrofon. Wie auf Kommando greift Kristian Stöcklein seine Tanzpartnerin um die Hüfte und dreht sie schwungvoll um die eigene Achse. Partnerin Ilona Sieben lässt dabei ihren Petticoat mit dem gelben Unterrock aus Tüll so schnell um die Beine wirbeln, dass dem Zuschauer ganz schwindelig wird.

"Über die Schritte denke ich nicht mehr nach. Ich tanze einfach", erklärt Kristian nach seinem Einsatz. Nicht alle Tänzer bewegen sich so souverän und gelassen: "Beim Squaredance gibt es allein 69 Grundkombinationen. Es dauert ungefähr neun Monate bis ein Tänzer alle sicher beherrscht", sagt Kenn Wolcott.

Tanzen ohne Wettkampf und ohne Konkurrenz

Der Lehrer am Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium in Mönchengladbach hat den uramerikanischen Folkloretanz vor rund 15 Jahren an seiner Schule populär gemacht. Seitdem laden die Groovy Math.-Nat. Hoppers SDC einmal im Jahr mit dem Mönchengladbacher Square Dance Club Magic Circles aktive Tanzfans zum Clubabend ins Pädagogische Zentrum der Schule ein. Rund 160 Square Dancer aller Altersgruppen aus dem ganzen Rheinland sind gekommen.

"Das Schöne an diesem Tanzsport ist die Gemeinschaft. Es gibt keinen Wettkampf und keine Konkurrenz", erklärt Ilona Sieben. Die Achtklässlerin ist bereits ein alter Hase auf dem Tanzboden und lernt ebenso wie Zwölftklässler Kristian Stöcklein seit mehreren Jahren in der Square Dance Arbeitsgruppe am Math.-Nat. die richtigen Schritte.

Während Kristian im Cowboy-Outfit am Clubabend teilnimmt, ist bei den Tänzerinnen der Petticoat ein Muss. Die Kunst beim Squaredance liegt darin, auf die englischen Kommandos des sogenannte Callers zu hören. An diesem Abend lässt Johnny Preston die Square Dancer nach seiner Pfeife tanzen. "Girl, run around boy! Boy, run around girl!”, kommandiert Johnny Preston. Wie an Zauberfäden gezogen bewegen sich die Paare nach der Choreografie und greifen im nächsten Moment schon wieder die Hand eines anderen Partners. 10 bis 15 Minuten dauert ein Tanz, wobei immer vier Paare in einem Square zusammen stehen.

Am 1. September beginnen Square Dance-Anfängerkurse an der VHS. Schnupperabende gibt es am 18. oder 25. August im Landgasthof, Schumacher-Kläs, Leppershütte. Infos bei Hilde Sieben unter RY 850917 oder im Netz: www.magiccircles.de.

Der US-Amerikaner Kenn Wolcott bietet den Unterricht mit Ilonas Mutter Hilde Sieben an. Während der Pädagoge die Kommandos gibt, übt die Präsidentin von Magic Circles mit den Schülern. Ihr gefällt, dass die Tanzfiguren genormt sind. "Deshalb können wir Square Dancer uns überall auf der Welt verstehen." Auf der Tanzfläche haben in der Zwischenzeit alle ihren ursprünglichen Partner wiedergefunden, der Tanz ist beendet: "Are you home?", fragt Johnny Preston nach und alle Square Dancer klatschen begeistert Beifall. Es war wohl für lange Zeit der letzte, denn Wolcotts Zeit als Lehrer und Caller läuft ab.

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