Der von Verdi angekündigte Warnstreik trifft auch den ÖPNV in Gladbach und Viersen.

Am Dienstag werden die NEW-Busse das Depot nicht verlassen.
Am Dienstag werden die NEW-Busse das Depot nicht verlassen.

Am Dienstag werden die NEW-Busse das Depot nicht verlassen.

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Am Dienstag werden die NEW-Busse das Depot nicht verlassen.

Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst trifft die Mönchengladbacher mit voller Wucht. Weil die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für den kommenden Dienstag, 26. April, ganztägig zum Warnstreik aufgerufen hat, fahren an dem Tag keine Schulbusse und keine Linienbusse in Mönchengladbach. Das teilte die NEW gestern mit. Außerdem werden an dem Tag auch alle Bäder in Mönchengladbach (das Vitusbad, das Schlossbad und das Stadtbad Rheydt) geschlossen bleiben.

Die Busse im freigestellten Schülerverkehr in Viersen fahren

Auch auf den Linienverkehr der NEW in Viersen hat der Warnstreik Auswirkungen: Die Busse stehen am Dienstag vollständig still. Davon ausgenommen sind allerdings die Busse im sogenannten freigestellten Schülerverkehr. Das Stadtbad in Viersen ist von den Auswirkungen des Streiks nicht betroffen und bleibt am kommenden Dienstag geöffnet.

Dominik Kofent, stellvertretender Geschäftsführer von Verdi am linken Niederrhein, bestätigte den Warnstreik, machte aber noch keine Angaben zu möglichen Auswirkungen. Am gestrigen Abend wollte die Streikleitung von Verdi festlegen, welche Einrichtungen im öffentlichen Dienst am kommenden Dienstag bestreikt werden sollen. Details dazu sollen heute bekannt gegeben werden.

In der Vergangenheit waren bei Warnstreiks im öffentlichen Dienst oftmals auch der Entsorger GEM, die Sozial-Holding und vor allem städtische Kindertagesstätten betroffen. Ein Sprecher von Verdi NRW kündigte an, alle Bereiche des öffentlichen Dienstes wie Nahverkehr, Müllabfuhr, Jobcenter, Stadtverwaltungen und Kindertagesstätten seien betroffen. Inwieweit Eltern von Kindern, Bürger, die Abfall entsorgen wollen, und Angehörige von Pflegebedürftigen sich auch in Mönchengladbach und Viersen auf den Streik einrichten müssen, ist noch offen. Verdi fordert für die Beschäftigten von Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Geld. Den bisherigen Vorschlag der Arbeitgeber von drei Prozent mehr Lohn für zwei Jahre lehnt Verdi ab.

Mönchengladbach hat Erfahrung damit, was es heißt, wenn der gesamte Busverkehr lahmgelegt wird. Vor zwei Jahren streikten die Busfahrer zuletzt für zwei Tage. Die Auswirkungen sind gewaltig. Nach Auskunft der NEW befördern die Busse jeden Tag rund 150 000 Fahrgäste, in Viersen sind es 30 000. Die 190 Busse bleiben nun allesamt im Depot. Insgesamt beschäftigt die NEW direkt 195 Busfahrer. Hinzu kommen aber noch weitere mehr als 150 Fahrer von Westbus. Außerdem sind Fahrer im Unternehmen Veolia Verkehr West GmbH beschäftigt – aus beiden Gesellschaften werden auch Gladbacher Buslinien bedient.

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