Viele Unternehmen zögern bei Neueinstellungen. Hoffnung machen Zuzüge von Unternehmen.

Arbeitsagentur
Angela Schoofs, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur.

Angela Schoofs, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur.

Im Herbst rückten die Bagger an, zum Ende des Jahres sollen hier im Regiopark 400 Menschen für Zalando arbeiten.

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Angela Schoofs, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur.

Mönchengladbach. Das Resümee für das vergangene Jahr zieht die Neue: Angela Schoofs ist seit dem 1. Januar 2013 Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Mönchengladbach. Sie kennt die Region. Schoofs hatte bereits leitende Aufgaben in der Aachener und der Duisburger Arbeitsagentur inne. Nun ist sie für Mönchengladbach und den Rhein-Kreis Neuss zuständig.

Die Zahlen, die Angela Schoofs präsentieren kann, bieten wenig Überraschendes. Im Dezember waren in Mönchengladbach 13 939 Männer und Frauen ohne Arbeit, das entspricht 10,6 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat, dem Dezember 2011, ist ein Anstieg von einem Prozent zu verzeichnen.

„Die Neuansiedlungen sind eine Superchance für Mönchengladbach.“

Angela Schoofs, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur

Insgesamt ist relativ wenig Dynamik im Markt. Allerdings nimmt die Zahl der Menschen, die neue Arbeit finden, seit einigen Monaten kontinuierlich ab. „Die Arbeitgeber lassen sich mehr Zeit mit den Neueinstellungen, einige schauen in unserer exportorientierten Region auch auf die Ereignisse in den USA und warten ab“, stellt die Agenturchefin fest.

Bewegung in den Mönchengladbacher Arbeitsmarkt bringen deshalb vor allem die erfolgreichen Neuansiedlungen der vergangenen Zeit, die sich auch im Jahr 2013 fortsetzen. Im Herbst sollen durch das neue Logistikzentrum des Internethändlers Zalando 400 neue Arbeitsplätze entstehen. „Das ist eine Superchance“, freut sich Schoofs. Die Arbeitsagentur werde bei der Ansiedlung neuer Unternehmen auch früh in die Gespräche eingebunden. „Die Frage passender Arbeitskräfte wird immer wichtiger bei der Entscheidung für einen bestimmten Standort“, sagt Schoofs.

Auch deshalb investiert die Arbeitsagentur immer mehr in Weiterbildungsmaßnahmen: 2012 wurden mehr als 4000 berufliche Weiterbildungen finanziert, ein Anstieg um 50 Prozent. „Wir haben nicht mehr Geld zur Verfügung, aber wir werden es passgenau und intelligent einsetzen“, verspricht die neue Chefin.

Im Dezember 2012 waren in Mönchengladbach 7345 Männer und 6594 Frauen arbeitslos gemeldet. Die bei weitem größte Gruppe machen die Langzeitarbeitslosen mit 37,8 Prozent aus. 2955 Menschen haben im Dezember 2012 den Sprung aus der Arbeitslosigkeit geschafft. Das waren 131 weniger als im Dezember 2011, 2825 meldeten sich arbeitslos, 277 weniger als im Vohrjahresmonat.

In Mönchengladbach gab es im Dezember 2012 10 904 Hartz IV-Empfänger (Dezember 2011: 10699). Das entspricht bezogen auf alle erwerbsfähigen Personen einer Quote von 8,6 Prozent.

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