Mönchengladbach. Die zweitägigen Warnstreiks im öffentlichen Dienst sind vorbei – die Gewerkschaften sind mit den Aktionen zufrieden. 1850 Verdi-Mitglieder aus Gladbach und Umgebung fuhren gestern zur Kundgebung nach Duisburg. Komba konnte 100 Gladbacher für die Fahrt nach Bochum mobilisieren. In beiden Fällen lag die Zahl knapp über den Erwartungen.

„Das war eine deutliche, starke Warnung an die Arbeitgeber. Sie sind nun gefordert ein annehmbares Angebot vorzulegen“, sagt Mechthild Schratz, Geschäftsführerin Verdi Linker Niederrhein. „Falls nicht, so habe ich es vielfach vernommen, sind viele bereit für einen Erzwingungsstreik.“ Am Montag beginnt die dritte Verhandlungsrunde, die bis zu drei Tage dauern kann. Sollte es keine Einigung geben, käme es zum Schlichtungsverfahren und erst dann einer Urabstimmung über einen längeren Streik – der käme aber erst in einigen Wochen zustande, sagt Schratz.

Zwei Tage lang fuhren in Gladbach keine Busse, gestern waren zudem die Bäder und zwölf Kitas geschlossen, in der Verwaltung gab es Einschränkungen. Die GEM wurde nicht bestreikt, der Müll wurde abgeholt. peg

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