Neuer König kommt aus Hockstein. Viel Trubel in der City.

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Es lebe der König: Norbert Goertz (50) regiert jetzt die Gladbacher Schützenschar.

Es lebe der König: Norbert Goertz (50) regiert jetzt die Gladbacher Schützenschar.

Es lebe der König: Norbert Goertz (50) regiert jetzt die Gladbacher Schützenschar.

Mönchengladbach. Oberbürgermeister Norbert Bude (SPD) und Oberschütze Host Thoren wollen gerade alle Gäste beim Empfang zum Stadtschützenfest im Hof des Rathauses Abtei begrüßen, da werden sie von Marschklängen kurz unterbrochen. Vor dem Tor eingetroffen sind die Musiker der "Band of the Adjutant General´s Corps".

Und die britische Militär-kapelle lockt mit ihrer Musik sowohl zahlreiche Passanten als auch die Schützengäste vor das historische Rathaus. Immer wieder flüstern sich die Zuhörer dabei vor allem eines zu: "Die machen schon ziemlich gute Musik, da können unsere Kapellen nicht mithalten."

Schützen-Willi feiert mit

Doch auch die zwölf Kapellen, die bei der Sonntags-Parade zum großen Schützentrubel aufziehen, müssen sich nicht verstecken und geben ihr Bestes. Schließlich sind bei den Briten sehr gut ausgebildete Profis und nicht hauptsächlich Hobbymusiker am Werk.

Die beeindrucken neben ihrem musikalischen Können mit ihrem Outfit und ihrer perfekten Formation die rund 20000 Besucher während des Umzuges durch die City. Ab und an sieht man während der Parade und auf der Ehrentribüne einen roten Haarschopf aufblitzen: Der Schützen-Willi, ein Stoffschütze, ist mit dabei. Vor Beginn der Parade gab die Puppe im grünen Schützenrock eine Kostprobe des Schützen-Liedes. Die Stimme gab ihm Schützenchef Thoren.

Polizeipräsident im engen Nostalgielook

Unter den vielen Gästen war auch Polizeipräsident Hans-Hermann Tirre. Er hatte sich in eine Polizeiuniform aus dem Jahr 1860 gezwängt. Obwohl eng geschnitten, machte Tirre, zum ersten Mal dabei, eine relativ gute Figur. Inklusive Pickelhaube.

Norbert Goertz (50). Er gehört zur Marine in der St. Margarethen-Bruderschaft Hockstein. Ehefrau Vera ist jetzt Bezirkskönigin.

Sebastian Dürrbaum (23, St. Josef-Bruderschaft, Hermges), René Fiedel (38, St. Vitus-Martinus-Bruderschaft Eicken).

35 Minuten schossen die elf Kandidaten, darunter zwei Frauen. Beim 53. Schuss von Goertz krachte es.

Ganz zu schweigen von Bürgermeister Michael Schroeren und anderen Brauchtumsfreunden. Sie kamen an der Spitze des Festzuges mit Pferd und Wagen - und in Trachten und Kostümen aus der Kaiserzeit. Der 63-jährige Schroeren erinnerte an Wilhelm II. Als Kopie. Und ans Jahr 1909 mit der Einweihung des Wasserturms an der Viersener Straße (vor 100 Jahren).

Das Paradieren, Zuwinken und Musizieren bildete den Höhepunkt des Zweitagefestes. Neben dem Late-Night-Shopping in der City am Samstag bis 22 Uhr tummelten sich Tausende auf dem Kapuzinerplatz. Das unterhaltsame Motto hier: Tanzen, Feiern, Schlemmen.

Viel Beifall genoss der neue Bezirkskönig Norbert Goertz aus Hockstein. Und mit ihm seine Frau und Stadtkönigin Vera.

Dem Duo bis zum nächsten Stadtschützentrubel im kommenden Jahr zur Seite stehen die Minister Sebastian Dürrbaum aus Hermges und René Fiedel aus Eicken. Den ersten großen Auftritt bei der Parade mit rund 2500 Schützen haben sie gut gemeistert.

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