Sie führt 2009 die Selbstbedienung ein. Muss man dann nicht mehr lange warten?

wza_943x1062_427145.jpeg
Lesen bildet – und das ist offenbar gefragt. Jährlich verleiht die Stadtbibliothek mehr als 2,4 Millionen Medien.

Lesen bildet – und das ist offenbar gefragt. Jährlich verleiht die Stadtbibliothek mehr als 2,4 Millionen Medien.

Archiv

Lesen bildet – und das ist offenbar gefragt. Jährlich verleiht die Stadtbibliothek mehr als 2,4 Millionen Medien.

Mönchengladbach. Neuer Rekord bei der Stadtbibliothek. Am 30. Dezember, dem letzten Kundentermin im vergangenen Jahr, stürmten die Fans die Regale an den vier Standorten Blücherstraße, Karstadt-Haus in Rheydt sowie in Rheindahlen und Giesenkirchen.

Gut 9000 Bücher, CDs usw. wurden ausgeliehen, bei 2700 die Ausleihzeit verlängert, 12.000 Medien zurückgegeben. Brigitte Behrendt, Leiterin der Stadtbüchereien: "Ein Rekord, ausgerechnet am letzten Ausleihtag des Jahres."

Dass das Personal - bei den Bibliotheken sind 60 Personen beschäftigt - und die sich schlängelnden Kunden stöhnten, wunderte da nicht.

Mit der menschlichen Schlange und dem längeren Warten soll spätestens im Sommer 2009 Schluss sein. Dann führt die städtische Medien-Abteilung RFID - Radio Frequency Identification - ein.

Ein Automat für die Rückgabe außerhalb der Öffnungszeit

Sieht man einmal von den vielen, allzu technischen Feinheiten ab, dann bedeutet das für uns Leser und Hörer: Die Ausleihe, die Rückgabe und die Bezahlung (Leihgebühr) erfolgen per Selbstbedienung. Sie löst das aufwändige Barcodelesen von zum Beispiel Buch, Kundenausweis usw. per Scanner durch Mitarbeiter ab.

Behrendt ist davon überzeugt, dass dann "alles viel schneller und bequemer geht". Während die Kassenautomaten bereits in Stadtmitte und Rheydt stehen - bezahlen ist bar sowie mit ec-Karte möglich - werden die Lesegeräte zum Selbstbedienen im 2. Quartal angeschlossen.

Rund 200.000 Euro/Jahr für neue Lektüre wie Bücher, Zeitschriften. Die gleiche Summe kommt hinzu - von den Gebührenzahlern.

Die Einführung, Software, Gerätschaften usw. kosten gut 800.000 Euro.

Sieben Ausleih- und fünf Rückgabe-Terminals sind vorgesehen. Via Radiowellen, RFID eben, wird die gewünschte Lektüre ohne Berührung registriert und verbucht. Datenschutzbedenken bestünden nicht. Man wende ein schlankes Datenmodell an, sagt Behrendt.

"Um kundenfreundlicher" zu werden, gehört zu dem rund 800.000 Euro teuren RFID-Konzept auch die Installierung von Rückgabe-Automaten an den Ein-/Ausgängen in Stadtmitte und Rheydt.

Dann arbeitet die Bibliothek auch außerhalb der nicht immer kundenfreundlichen Öffnungszeiten. 2,4 Millionen Medien leiht sie jährlich aus.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer