CDU-Betrugsaffäre: Staatsanwaltschaft fordert weitere Informationen. Droht dennoch die Einstellung?

Mönchengladbach. In der CDU-Betrugsaffäre hat die Gladbacher Staatsanwaltschaft noch keine Ermittlungen angestellt. Das sagt Oberstaatsanwalt Lothar Gathen. Vielmehr habe sie den Anwalt der CDU gebeten, weitere Anhaltspunkte zu liefern.

Da nicht gegen eine Tote ermittelt wird, es "keinen Anfangsverdacht gegen lebende Personen" gebe, müsse die CDU nachbessern. Gathen schließt nicht aus, dass die Sache eingestellt wird.

CDU-Parteichef Norbert Post hatte Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Eine Buchhalterin der Partei-Geschäftsstelle im "Franz-Meyers-Haus" an der Regentenstraße soll über mehrere Jahre rund 230.000 Euro unterschlagen haben. Die Frau ist mittlerweile verstorben.

Parteigeschäftsführer Norbert Liermann, derzeit verreist, droht dennoch die Versetzung zu einem anderen CDU-Verband. Er ist Angestellter der Landes-CDU.

Ihm war zuletzt parteiintern mehrfach vorgehalten worden, seine Kontrollfunktion und seine Fürsorgepflicht gegenüber der langjährigen Mitarbeiterin vernachlässigt zu haben.

Post, der OB werden will, hat in der für die CDU peinlichen Angelegenheit "vollständige Aufklärung und Information" zugesagt.

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