Mit Hilfe der Typisierung beim Tag der offenen Tür soll ein Spender für den krebskranken Peter Cörstges gefunden werden.

Sigrid Urmitzer mit den Wattestäbchen, mit denen ein Abstrich an der Mundschleimhaut gemacht wird.
Sigrid Urmitzer mit den Wattestäbchen, mit denen ein Abstrich an der Mundschleimhaut gemacht wird.

Sigrid Urmitzer mit den Wattestäbchen, mit denen ein Abstrich an der Mundschleimhaut gemacht wird.

Jörg Knappe

Sigrid Urmitzer mit den Wattestäbchen, mit denen ein Abstrich an der Mundschleimhaut gemacht wird.

Mönchengladbach. Für Sigrid Urmitzer ist es Ehrensache. Sie ist die Cousine von Peter Cörstges und würde sich freuen, wenn sie dem an Lymphknotenkrebs erkrankten 58-Jährigen mit einer Stammzellenspende helfen könnte. Deswegen nimmt sie an der Typisierungsaktion am Samstagnachmittag auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Mönchengladbach an der Gingter Straße teil.

Dort findet an diesem Nachmittag ein Feuerwehrfest statt. Und für den stellvertretenden Einheitsführer Jan-Falk Schmitz war es ebenfalls Ehrensache, die Knochenmarkspendezentrale aus Düsseldorf mit ihrem Stand hierhin einzuladen. „Ich war früher Mieter der Familie Cörstges“, erzählt er. Wichtig sei bei solchen Aktionen, dass sie an Stellen läuft, an denen ohnehin Zulauf bestehe.

Schmitz selbst hat seit einigen Jahren einen Spenderausweis. „Einmal wurde ich bislang angefragt.“ Da wurde er zur weiteren Spezifizierung seines Erbgutes um eine Blutprobe gebeten. Aber es passte nicht.

Einen Spender zu finden ist „ein Sechser im Lotto“

14 Millionen Menschen sind weltweit erfasst, typisiert und bereit, mit ihren Stammzellen zum Beispiel Leukämieerkrankten den Aufbau eines neuen Immunsystems zu ermöglichen. „Trotzdem ist es immer noch wie ein Sechser im Lotto, einen Spender zu finden“, sagt Carmen Zander-Ullrich von der Knochenmarkspendezentrale in Düsseldorf.

Sie reicht Sigrid Urmitzer nacheinander drei Wattestäbchen, die diese auf unterschiedliche Art über ihre Wangenschleimhaut gleiten lässt und steckt sie anschließend in ein Röhrchen. „Wir werten die Proben aus und melden die Ergebnisse anonymisiert nach Ulm.“ Dort befindet sich das Zentrale Knochenmarkspenderegister Deutschlands, über das der internationale Abgleich getätigt wird, zwischen potenziellen Empfängern und Spendern.

„Danke“, sagt Annelene Cörstges, die Ehefrau des Kranken, nicht nur zu Sigrid Urmitzer. „Eine geeignete Knochenmarkspende ist die einzige Chance für Peter.“ Sigrid Urmitzer nimmt noch Typisierungssets mit nach Hause. „Mein Mann hat heute so spät Feierabend, dass er nicht selbst kommen kann“, sagt sie. Bereits am Nachmittag hatten sich 60 Besucher testen lassen.

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