Ein Kunde war im Tresorraum eingeschlossen worden. Man hat mit neuen Sicherheitsmechanismen reagiert.

Mönchengladbach. Nachdem ein 62-jähriger Kunde am Dienstagabend im Tresorraum der Sparkasse Bismarckplatz eingeschlossen wurde (die WZ berichtete), hat das Geldinstitut Mittwoch versichert, dass das "nicht mehr passieren kann". Kein Kunde müsse Angst haben, sagte der Pressesprecher Heinz Willems. Man habe einen weiteren Mechanismus eingebaut, der einen erneuten Vorfall verhindern werde. Über Einzelheiten wollte Willems sich auch Sicherheitsgründen nicht äußern.

Sparkasse: Kunde war nie in Gefahr und hatte Verständnis

Das der Kunde am Dienstag eingesperrt worden sei, sei passiert, das sei schade und es tue der Sparkasse leid, so Willems, aber es werde nicht wieder vorkommen. Bei dem 62-Jährigen habe man sich entschuldigt und er habe großes Verständnis gehabt. "Es hat zu keiner Sekunde eine Gefahr für den Mann bestanden."

Bei Geschäftsschluss hatten Mitarbeiter, nachdem sie niemanden im Tresorraum im zweiten Untergeschoss bemerkt hatten, die Tresortüre verschlossen. Der 62-Jährige schaltete, nachdem er eingeschlossen war, die Beleuchtung ein. Daraufhin ging ein Einbruchalarm bei der Polizei ein. Als Beamte die Geschäftsstelle am Bismarckplatz erreichten, war bereits klar, was los war. Der Eingeschlossene hatte über das Haustelefon Kontakt zur Zentrale aufgenommen.

Daraufhin lief der Notfallplan an, der allerdings seine Zeit braucht. Denn die Sicherheitstechnik auszuschalten, ist kompliziert. "Das ist ja nicht so, als wenn man eine Haustüre öffnet, das dauerte seine Zeit, bis die Techniker den Mann befreien konnten", so Pressesprecher Willems.

Kurz nach 19 Uhr konnte der 62-Jährige dann - völlig unbeschadet - wieder frische Luft atmen. Am Mittwoch ging er bereits wieder auf eine Geschäftsreise.

Im Februar 2009 war in einer Kölner Sparkasse eine 68-Jährige eingeschlossen worden. Die Frau musste die ganze Nacht dort verbringen, obwohl sie ebenfalls den Notruf gewählt hatte. Aber das Zeitschloss des Tresors war darauf programmiert, die Türen erst am nächsten Morgen um 8 Uhr wieder zu öffnen.

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