Jetzt können Gladbacher im Internet sehen, ob sich Photovoltaik auf dem eigenen Haus lohnt.

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Der Alte Markt von oben: Auf den grünen Dachflächen würde sich eine Solaranlage lohnen. Screenshot

Der Alte Markt von oben: Auf den grünen Dachflächen würde sich eine Solaranlage lohnen. Screenshot

Bernd Kuckels, Stephan Wilforth, OB Norbert Bude, Frank Kindervatter und Heinz -Wilhelm Hermeling (v.l.) stellten das Kataster vor.

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Der Alte Markt von oben: Auf den grünen Dachflächen würde sich eine Solaranlage lohnen. Screenshot

Mönchengladbach. Mönchengladbacher können auf die Sonne setzen. Mit Hilfe eines Solarpotenzialkatasters können Hausbesitzer die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen berechnen. Das Kataster bringt es an den Tag: lohnt es sich, eine Solaranlage zur Strom- oder Heißwassererzeugung auf das Dach zu setzen?

Ein paar Klicks im Internet und Mönchengladbacher Hausbesitzer können diese Frage punktgenau für ihr Haus beantworten. Der Stromversorger NEW, die Volksbank und die Stadt Mönchengladbach haben sich zusammengetan, um das Kataster zu erstellen.

Die Daten kommen von Luftbildern der Stadt

Die Stadt verfügt über die notwendigen Daten. „Wir haben ein Luftbildkatataster und Informationen über die Gebäude“, sagt OB Norbert Bude. „Wenn der Nutzen für die Bürger klar ist, können wir die Daten einsetzen.“ Der Nutzen scheint unstrittig.

In kürzester Zeit kann nun jeder Hausbesitzer herausfinden, ob sich eine Solaranlage auf seinem Dach lohnt. Er kann die Adresse eingeben und erfährt, wie hoch die Gesamteinstrahlung der Sonne übers Jahr gerechnet ist, ob das Dach teilweise verschattet ist oder die Ausrichtung günstig.

Er kann feststellen, ob es sinnvoll ist, Solarthermie, also die Warmwassererzeugung, mit Photovoltaik zu kombinieren, wie hoch die durchschnittlichen Investitionskosten sind und wie schnell sich das Ganze für ihn rechnet.

In der Stadt gibt es 160 000 Gebäude, davon sind etwa 40 Prozent für Solaranlagen geeignet. Auf mehr als 60 000 Dächern könnte also Energie produziert werden.

Mit dem Solarpotenzialkataster hoffen die Beteiligten von NEW, Volksbank und Stadt den Ausbau der regenerativen Energien in der Stadt zu fördern. „In Städten mit einem solchen Kataster werden 15 bis 18 Prozent mehr Solaranlagen installiert“, weiß Stephan Wilforth , dessen Unternehmen an der Einrichtung des Katasters beteiligt war.

Ein Vorteil der dezentralen Energie-Erzeugung: der Strom muss nicht hunderte kilometerweit durch Deutschland geschickt werden. Ein weiterer: auch das lokale Handwerk profitiert vom Ausbau auf den Dächern. Und die Stadt erreicht ihre Klimaschutzziele.

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