Nicht nur die Hauptschulen haben Zukunftsängste. Sitzt der CDU-Dezernent die Probleme einfach aus?

Anmeldungen
Wir kommen – aber es werden immer weniger Schüler. Schuldezernent Fischer informierte am Freitag über die aktuellen Meldungen.

Wir kommen – aber es werden immer weniger Schüler. Schuldezernent Fischer informierte am Freitag über die aktuellen Meldungen.

Archiv

Wir kommen – aber es werden immer weniger Schüler. Schuldezernent Fischer informierte am Freitag über die aktuellen Meldungen.

Mönchengladbach. Schuldezernent Gert Fischer (CDU) sieht sich zunehmender interner Kritik ausgesetzt. Mehrere Schulleiter bemängeln, dass der CDU-Politiker die Schulentwicklungsplanung vor sich herschiebe. Dabei sei der Handlungsbedarf gerade in den Hauptschulen, aber nicht nur dort, „enorm groß“. Offenbar sei in der Schulverwaltung „denken verboten“, und von Sekundarschulen (integrierte Haupt-/Realschule) sei zumindest offiziell von Fischer nichts zu hören. Die Namen der Schulleiter sind der WZ bekannt, sie selbst möchten ihn nicht in der Zeitung lesen.

Fischer ließ die Kritik zurückweisen. Stadtsprecher Dirk Rütten sagte, für das neue Schuljahr 2012/2013 seien keine schulorganisatorischen Maßnahmen, also keine Veränderungen, geplant. Das bedeute nicht, dass dies so bleibe, auch im Hinblick auf mögliche Sekundarschulen. Fischer will im Sommer den neuen Entwicklungsplan für den Sekundarbereich (ab Klasse fünf) präsentieren.

Immer weniger Schüler in den nächsten Jahren

Bis 2016 wird mit zehn Prozent weniger Schülern gerechnet. Zum neuen Schuljahr ab Sommer 2012 wechseln 2300 Kinder an weiterführende Schulen – fünf Prozent weniger als 2011.

Hauptschulen: 311 (Vorjahr 315) sind bislang eingetragen. 50 Kinder sind noch an keiner Schule gemeldet. Heinrich-Lersch (zweizügig, heißt zwei Eingangsklassen): 51 (Vorjahr: 45), Neuwerk (zweizügig): 39 (Vorjahr: 41), Rheindahlen (dreizügig): 43 (Vorjahr 47), Stadtmitte (vierzügig): 37 (Vorjahr: 51), Dohler Straße (zweizügig): 19 (Vorjahr 26), Dohr (zweizügig): 50 (Vorjahr: 48), Frankfurter Straße (zweizügig): 30 (Vorjahr: 23), Kirschhecke (dreizügig): 42 (Vorjahr: 34). Vor allem die Dohler Straße bekommt Probleme, zwei Klassen zu füllen.

Realschulen: 389 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr 408). Geschwister Scholl (vierzügig): 84 Anmeldungen (Vorjahr 77), Volksgarten (vierzügig): 120 (Vorjahr 115), Realschule an der Niers (fünfzügig): 116 (Vorjahr 148), Wickrath (dreizügig): 69 (Vorjahr 68).

Gymnasien: 860 (Vorjahr 905). Am Geroweiher (vierzügig): 75 (Vorjahr 90), Math.-Nath.-Gymnasium (fünfzügig): 103 (Vorjahr 110), Rheindahlen (dreizügig): 98 (Vorjahr 90), Stift.-Hum.-Gymnasium (dreizügig): 96 (Vorjahr 120), An der Gartenstraße (dreizügig): 116 (Vorjahr 109), Franz-Meyers (vierzügig): 107 (Vorjahr 115), Hugo Junkers (vierzügig): 77 (Vorjahr 74), Odenkirchen (fünfzügig): 94 (Vorjahr 83). Die katholische Bischöfliche Marienschule nimmt 93 Kinder auf.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer